Ein Bericht zur Ausstellung Gerhard Richter In der Albertina in Wien

Von Leonie Ruisz 6D

Die Ausstellung Gerhard Richter ist von 30. Januar 2009 bis 3. Mai 2009 in der Albertina in Wien zu besichtigen. Sie beinhaltet gesammelte Werke, die die unterschiedlichsten Phasen von Gerhard Richter von 1957 bis 2007 widerspiegeln. Ein bedeutender Teil der Ausstellung stammt aus der Sammlung Frieder Burda, der Sammlung Böckmann und der Sammlung Ströher, gezeigt werden aber auch Werke einer österreichischen Sammlung, die exklusiv in der Albertina präsentiert werden.

Zu Beginn der 1960er Jahre benutzte Gerhard Richter erstmals Fotografien als Vorlagen für Gemälde. Es handelt sich um beiläufige Motive aus Zeitungs- und Illustriertenausschnitten, die er abmalend vergrößert und überwiegend in Grau-Weiß auf die Leinwand überträgt und damit überhöht. Diese dem Fotorealismus nahe Methode kombiniert er mit Verwischungen, um den Realismus der Vorlagen zu verfremden. Diese Bilder waren beim Eingang der Ausstellung zu sehen.

Richter selbst sagt, dass er keinerlei Richtlinien hat und weder ein System noch einen bestimmten Stil verfolgt. Richter will nicht, dass seine Werke interpretiert werden.
Richter sagt auch, dass er nichts Persönliches, wie Gefühle und Erfahrungen, in seinen Bildern widerspiegeln möchte. Auch hier widerspricht er sich, denn er hat in einigen seiner Werke eigene Urlaubsbilder bzw. Bilder seiner Frau, verwendet.
Er möchte sich auch nicht festlegen. Die Ausstellung enthält daher nicht nur fotorealistische Werke, sondern auch grafische Werke, abstrakte Bilder sowie Spuren von Minimalismus.

Die Ausstellung enthält auch eines seiner bekanntesten Werke, „Kerze“ von 1982.

Arbeiten im Workshop:

Das zeitalter REMBRANDTs

ein Ausstellungsbericht von lydia sumbera 6d

4. März 2009 - 21. Juni 2009

Wenn man sich als Besucher die Ausstellung „Das Zeitalter Rembrandts“ in der Albertina vornimmt, wird man beim Betreten der Hallen von zwei Dingen überrumpelt:
Zuerst wäre die Vielfalt und Vielseitigkeit der 150 verschiedenen Werke aus der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts zu nennen (darunter Hendrick Goltzius, Rembrandt van Rijn, Aert van der Neer, Aelbert Cuyp und Adriaen van Ostade), die man sich als Schüler nicht einmal im Geringsten ausmalen kann.
Doch der zweite Gedanke lässt nicht lange auf sich warten; man wünscht sich massenhaft Zeit, um die gesamten Werke auch richtig betrachten und abspeichern zu können. Doch abgesehen von diesen beiden Schockmomenten kann man an der Ausstellung wohl nichts besser umsetzen. Sie zieht sich durch mehrere Hallen, in denen immer eine andere Farbe dominiert, die die verschiedenen Werke noch zusätzlich unterstreicht. Zu sehen ist ein gewaltiges Spektrum an Kunst, das von der Landschaft, der Topografie, der Marineszene und der italianisierenden Ansicht bis zum Porträt, zur Genreszene und zum Stillleben reicht. Ausgestellt wird bis zum 21. Juni 2009 in der Albertina Wien.