Im Zuge
der englischen Sprachreise zog es uns, die Klasse 7b, nach Bray. Am
9. Oktober 2007 hoben 20 Schüler, im Alter von 16- 18
Jahren, mit Fotoapparaten und dem Notwendigsten ausgerüstet, vom Flughafen
Wien-Schwechat Richtung Dublin ab. Um 13:55 Uhr Ortszeit sichteten wir die Landebahn
des Flughafens in Dublin. Ohne weitere Komplikationen, alle Koffer waren auffindbar,
machten wir uns anschließend auf die Suche nach unserem Bus, welcher uns
direkt zur Sprachschule in Bray, ca. 40 Minuten entfernt von Dublin, brachte.
Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus: Strahlend blauer Himmel, das
Meer und die Sonne lachten uns entgegen. Von der Sprachschule wurden wir von
unseren „Host
- Families“ abgeholt, naja sagen wir die meisten – einige mussten
auf Taxis zurückgreifen und wurden zu ihrem Zuhause auf Zeit gebracht.
Alles in allem hatten wir Glück mit den Gastfamilien, bis auf ein paar
kleine Zwischenfälle konnten wir uns nicht beklagen. Am ersten Abend trafen
wir einander gleich wieder, um uns auf die Suche nach einem Pub zu machen,
in dem wir den Abend verbringen konnten. Passendes war schnell gefunden.
Am nächsten Tag hatten wir gleich für morgens um 9:00 Uhr Unterricht in der Sprachschule. Die Anordnung „Please, only speak English“ war schwer einzuhalten, als wir bekannte Gesichter trafen. Da war ja noch jemand aus unserer Schule, die Klasse 7a! Die A-Klasse war nur zwei Tage vor uns abgereist und berichtete uns kurzerhand von der Schönheit Dublins. Davon wollten wir uns selbstverständlich selbst überzeugen und brachen nach den „Lessons“ auf nach Dublin. Dort wurden wir schon erwartet, unser persönlicher Guide führte uns durch Dublin. In einem Wahnsinnstempo rasten wir durch Dublin, was unserem Klassensprecher sichtlich schwer fiel, denn er hatte sich wenige Tage zuvor das Wadenbein gebrochen. Vom Spire, einer „Nadel“, die zum Millennium erbaut wurde, bis zum St. Stephens Green PAm Abend sahen wir uns noch ein „Greyhoundrace“ an.
Der folgende Tag stand dem ersten in keinem Stück nach. Nach dem üblichen Unterricht machten wir uns auf zur Guiness-Brewery. Im Gebäude war alles „self-guided“, also betrachteten wir auf eigene Faust das Gebäude und entdeckten einige Geheimnisse des berühmten Bieres. Obwohl wir uns nicht selbst von dem Geschmack des Gebräus überzeugen konnten - kein Alkohol unter 18 Jahren – in Irland sind die Jugendschutzgesetze „etwas“ strenger, verließ jeder von uns das Gebäude mit einem Tropfen Guiness in einem Plexiglas-Behälter. Nach der „Führung“ trafen wir einander nochmals alle, um wieder in das Zentrum Dublins zu fahren. In Dublin haben donnerstags die Geschäfte bis 21:00 Uhr geöffnet, also machten wir uns auf, um frei nach dem Motto: „Shop till you Drop“, die Kreditkarten zum Glühen zu bringen. In kleineren Gruppen wurden wir auf Irlands Hauptstadt losgelassen. Erschöpft von den Menschenmassen und schweren Einkaufstaschen fuhren wir mit der DART, der Zugverbindung in und um Dublin, zurück nach Bray. Auf dem Weg zurück zu unseren Gastfamilien gründeten wir Allianzen. Mit dem Bus/Taxi machten wir uns auf den Weg „nach Hause“. Zum Glück mussten wir unsere „Heimreise“ nicht alleine antreten. Vier unserer Klassenkollegen begleiteten meine Mitbewohnerin und mich nach Hause, denn nachts kann es alleine ganz schön unheimlich in Dublin sein. Zeitgleich mit unserem Aufenthalt in Bray wurde eine Schweizer Studentin ermordet, welche sich alleine auf dem Heimweg befand. Da wurde uns schon etwas unheimlich zumute.
Am nächsten Tag verbrachten wir wiederum
den Vormittag in der Sprachschule. So wie fast an jedem Tag machten wir uns
am Nachmittag auf den Weg nach Dublin. Diesmal wollten wir das Kilmanhaim
Jail besichtigen. Wir wurden von unserem Guide Martin durch das Gefängnis
geführt.
Die Zustände waren
erschütternd, viele Menschen verbrachten in diesem Gefängnis die letzen
Stunden vor ihrer Hinrichtung. Ein Mann heiratete sogar noch vier Stunden
vor seiner Hinrichtung. Nach der Tour durch das ganze Gebäude trafen wir
einander vor dem Gefängnis, um wieder ins Zentrum Dublins zu fahren. Leider
hatten wir etwas die Orientierung verloren und liefen kurzerhand in die falsche
Richtung. Nach langem Suchen fanden wir endlich den richtigen Bus, der uns
wieder ins Zentrum brachte. Dort hatten wir „freetime“, denn wir
trafen uns erst am Abend wieder, um in ein typisches „IRISH PUB“ zu
gehen und der Musik zu lauschen. Das typische Pub stellte sich bald als Reinfall
heraus, wir wurden gebeten, in einem kleinen Raum mit unzähligen anderen
Leuten zu warten. Viele von uns wollten einfach weg, da das Warten sehr langweilig
war. Doch unsere Professorinnen leisteten ganze Arbeit und überzeugten
uns zu bleiben und auf den Programmpunkt TANZ zu warten. Als wir dann in
einen großen Saal gebeten wurden, spielte die Musik auf. Typische „Irish
Folk Music“ wurde gespielt und es wurde auch getanzt. Einige unserer Mitschüler
wagten sich auf die Tanzfläche und sogar unsere Professorinnen Dragschitz
und Eisele tanzten mit, das hatten sie uns ja auch versprochen.
Am folgenden Tag fiel der Unterricht aus, was für uns auch selbstverständlich war, es war ja Samstag. Für diesen Tag war eine „full-day excourion“ geplant. Wir wurden mit einem Bus nach Powerscourt und Glendalough gebracht. Die Gärten Powerscourts waren „really beautiful“ und das Wetter spiele auch größtenteils mit, bis auf ein paar kleine Wolken, die aber bald der Sonne wichen. An diesem Abend trafen wir uns in einem Pub wieder. Allerdings endete der Abend vorzeitig, weil wir um 21: 00 Uhr gebeten wurden zu gehen – Jugendschutzgesetz – keine Jugendlichen unter 21 Jahren. Also setzten wir den Abend kurzerhand im McDonalds in Bray fort. Den Sonntag begann erst etwas später, wir trafen einander um 11:00 Uhr vor der Sprachschule, von wo aus wir unseren „cliffwalk“ antraten. Voller Elan machten wir uns auf, die Küste zu umrunden. Ca. 90 Minuten dauerte die Wanderung nach Greystone. Etwas erschöpft kamen wir dort an und mussten mit Entsetzen feststellen, dass der nächste Bus nach Bray, wo wir in einem Pub gemütlich Mittagessen wollten, erst zwei Stunden später ging. Allerdings durfte man den Busfahrplänen sowieso nicht viel Vertrauen schenken. Also beschlossen wir gleich vor Ort ein Pub zu suchen und uns etwas zu entspannen. Nach dem typischen irischen Mittagessen setzten wir uns wiederum in die DART und fuhren nach Dun Laoghaire. Dort besuchten wir das Kino. Wir hatten die Möglichkeit zwischen drei Filmen zu wählen: „Heartbreak Kid“, „Superbad“ und „Chuck and Larry“. Alle drei Filme haben den Zusehern sehr gut gefallen.
An unserem letzen ganzen Tag in
Irland hatten wir am Morgen wiederum Unterricht. An diesem Tag wurden die
Präsentationen,
an welchen wir die Woche über
arbeiteten, vorgestellt. Da wir bzw. unsere Professorinnen gerne das National
Museum besucht hätten, machten wir uns zum letzen Mal auf den Weg nach
Dublin. Dort angekommen mussten wir mit Entsetzen feststellen, dass montags
das Museum geschlossen ist. Also hatten wir die Möglichkeit, unser letztes
Geld auszugeben. An diesem Tag erlebten wir unseren ersten typischen irischen
Regenguss. Die ganze Geschichte dauerte etwa eine halbe Stunde und die Sonne
zeigte sich wieder ein wenig. Nochmals versuchten wir an diesem Tag ein Pub
zu besuchen. Leider ohne Erfolg, kein Einlass unter 21 Jahren. Also lauschten
wir von draußen der tollen Musik. Da wir uns bereits um 4:20 Uhr am nächsten
Morgen vor der Sprachschule treffen sollten, machten wir uns auf den Weg
zurück
nach Bray. Ein letztes Mal bestiegen wir die DART. Zurück in Bray begaben
wir uns auf den Heimweg.
Am nächsten Morgen trafen wir einander alle um 4:20 Uhr vor der Schule
und warteten auf den Bus, der uns zum Flughafen bringen sollte. Alle waren
pünktlich,
naja sagen wir fast. Wir wurden von den Gastfamilien selbst oder mit Taxis
zum Treffpunkt gebracht. Nach einer unendlich scheinenden Wartezeit am Flughafen
war es endlich so weit. Wir stiegen ins Flugzeug …
Viele von uns
waren sehr erschöpft, denn hinter uns lagen sieben unheimlich
aufregende aber auch anstrengende Tage. Als wir zur Startbahn rollten, konnten
wir schon langsam die Sonne aufgehen sehen. Im Flugzeug dachten viele noch
mal über
die vergangene Woche nach …
In dieser Zeit lernten wir viel über und von unseren Mitschülern,
Leute, die vorher wenig miteinander redeten, wurden zu guten Freunden. Für
unsere Klasse war diese Woche ein wichtiger Punkt in unserem Leben. Ob sich
auch unser sprachliches Können verbessert hat, muss jeder für sich
selbst entscheiden …
In Österreich angekommen waren die kalten Temperaturen erschreckend, 11°C
zeigte das Thermometer. Solche Temperaturen waren wir aus Irland nicht gewohnt.
Mittlerweile haben wir uns wieder in Österreich eingelebt und können
mit einem Lächeln im Gesicht auf die Sprachreise Irland – 2007 zurückblicken!
von Alice Schmit!