Frankreich-Sprachreise der Klassen 8.ABCBegleitung: Prof. Wild, Varga Paris - 7.9.2007 (Julia Duller)
Nun ja, wie soll man die ersten Eindrücke eines Landes beschreiben, wenn man zwei Stunden auf engstem Raum in ein Flugzeug gefesselt ist, dessen Ausgänge man nur im äußersten Notfall aufsuchen darf - und dennoch werde ich es versuchen. Wir verließen das Flugzeug, schnappten unser Gepäck und stiegen in den nächsten train, danach in die nächste métro und dies alles mit einem Koffer, der das Doppelte meines Körpergewichts wog (welches natürlich nicht allzu groß ist!! ;-) Doch die ganze Gruppe hat den métro-Aufenthalt überlebt, ihr fragt euch jetzt bestimmt, warum ich dies erwähne, doch ich muss sagen, dass es ein Abenteuer war, aus dieser métro auszusteigen, einem Abenteuer, welches einen Kampf um Leben und Tod glich, denn kurz nach öffnen der Türen drängten sich Menschenmassen in die métro und wir hatten kaum die Chance hinauszukommen, und jene, die es geschafft hatten, waren auf jeden Fall besser dran als die arme Elisabeth, die zur Hälfte in der U-Bahn stand, und dies bei geschlossener Tür. Doch einige hilfsbereite Franzosen, hier wären wir nun bei dem Vorurteil angekommen, dass Franzosen arrogant wären!!! halfen ihr dann doch heil aus der métro auszusteigen. Nun dies war der erste Streich und der zweite folgte zugleich, denn als wir nach langem Schleppen der Koffer und einer U-Bahn nach der anderen schlussendlich doch im Hotel ankamen, wurden wir gleich wieder von den Franzosen überrascht, denn im Hotel ,,Eden Magenta“ ist drin, was draufsteht nämlich frisch gestrichene Wände und dreimal dürft ihr raten welche Farbe diese hatten - MAGENTA! Ein Traum für alle Magenta Fans, doch bis auf die Wände war das Hotel très jolie! Noch am selben Tag packten wir unsere Fotoapparate und Kameras und stürzten uns ins Getümmel von Paris! Zuerst besichtigten und "bestiegen" wir mehr als 1600 Stiegen des Eiffelturms (dies sind nur die Stufen bis zur zweiten Etage und dann ging´s weiter mit dem Lift bis an die Spitze!) und genossen den wundervollen Ausblick über Paris. Nach diesem anstrengenden Ereignis waren wir keineswegs erschöpft, nein, denn wir kaperten (nautischer Begriff) eines der Sightseeing-Boote samt Besatzung und Touristen, wo Kachél und ich eine der unangenehmsten Erfahrungen erlebten, doch dies möchte ich nicht näher erläutern. Von der Seine aus konnten wir Paris by night bestaunen, wie zum Beispiel Notre Dame, Sorbonne und natürlich, der nicht übersehbare Eiffelturm und vieles mehr. Nach dieser besonders romantischen Fahrt gingen wir schon zum nächsten Wahrzeichen von Paris, die Prachtstraße Champs-Èlysses, wo wir uns einen kleinen Mitternachtssnack genehmigten. Am zweiten Tag besuchten wir das wohl bekannteste Museum der Welt, das Louvre, samt dem von Pöpperl und Hansen benannten ,,Glaskasten von Paris“, der Pyramide du Louvre. Nach diesem kulturellen Ereignis besuchten wir Notre Dame, welche man ohne Brieftasche betreten sollte - Diebstahl Gefahr!!! Nach diesem kulturellen Ereignis sahen wir das Panthéon. Und danach le quartier Latin, welches wunderschön war mit den kleinen Gassen voller Geschäfte. Nach einem typischen französischen Mahl - fast food - gingen wir zum Grand Arche de la Défense, wo wir, wie es Erich Fromm in einem seiner Artikel beschrieb, dem Zwangskonsum verfielen und die französische Wirtschaft unterstützten, denn was wäre ein Frankreichaufenthalt ohne prèt-á-porter. Nach diesem anstrengenden Tag stürzten wir uns in eine noch anstrengendere Nacht zumindest für Claudine, Pöpperl, Söcki-Seckö, Hansen und Aladarcost, die in der Disco Lokomotive abgingen, während die anderen bei einem Cidre in einem für Montmartre - das französische Künstlerviertel – typischen Café plauderten. Unsere letzten Sehenswürdigkeiten sollten am nächsten Tag, Les Halles und Centre Pompidou sein, die einen perfekten Parisaufenthalt ausklingen ließen. Côte d´Azur - 8.9.2007 bis 14.9.2007 (Carina Kachelmayer)
Nach diesem aufregenden Wochenende in Paris ging es Sonntag Nachmittag weiter an die Côte d’Azur. Unser Zielflughafen hieß Nizza, wo wir beinahe im Wasser gelandet wären, so nahe liegt der Flughafen nämlich im Meer. Direkt am Flughafen wurden alle von unseren Gastfamilien abgeholt und nach Cannes gebracht. Na ja fast alle......einige hatten das Glück von unserem „Führer“ Juri zu den Gastfamilien begleitet zu werden und noch ein letztes Mal in einem Wiener Auto zu sitzen. Alle wurden bei den Gastfamilien gut aufgenommen, auch wenn manche mehr und manche weniger damit zufrieden waren. Wir 8 Mädels waren an diesem Abend viel zu müde, um das berühmte Cannes zu erkunden und zogen es vor früh ins Bett zu gehen, während unsere 4 „Männer“ sich wie in Paris sofort ins Nachtleben stürzten. Am nächsten Morgen trafen wir uns alle um 9 Uhr vor unserer Sprachschule – die den wahnsinnig tollen Namen Pierre Overall trug. Nach drei „spannenden“ Stunden mit unserer Lehrerin Valerie waren wir endlich entlassen und freuten uns auf den Nachmittag den wir in Grasse verbringen sollten. Grasse ist berühmt für seine Parfumproduktion und wir konnten uns bei einer Führung durch die Fabrik von der Qualität der Parfums überzeugen. Nachdem wir verschiedene Parfums erriechen durften, kaufte so mancher einen edlen Duft. Danach fuhren wir noch mit dem Bus nach ? und St Paul wo wir durch die engen Gassen schlenderten. Als wir es endlich geschafft hatten, dass sogar die unpünktlichen Italiener im Bus waren, fuhren wir über Antibes nach Cannes zurück. An diesem Abend zeigten uns unsere werten Professoren Cannes – das berühmte Palais, wo sich jeden Mai die Hollywoodstars die Klinke in die Hand geben, und die wunderbare Shoppingmeile. Danach wurde es auch für uns Mädels ernst und auch wir stürzten uns ins Nachtleben – auch wenn es für den Anfang nur ein Cafè und eine Schwulenbar (Le PINK) war. J Den nächsten Vormittag hatten wir frei, was einige von uns dazu nutzen an den Strand zu fahren und schwimmen zu gehen. Unsere Schadenfreude war riesengroß, bei dem Gedanken an unsere armen Mitschüler, die in Eisenstadt bei niedrigen Temperaturen in der Schule saßen, wärend wir die Sonne und das Meer genossen. Der Nachmittag, den wir in der Schule verbrachten, verging Gott sei Dank sehr schnell und wir freuten uns bereits auf den Abend, den wir alle am Strand verbrachten. Dort wurden auch einige Videos gedreht, deren Veröffentlichung aber auf den Tag der Maturaverabschiedung verschoben wurde. Am nächsten Tag drückten wir alle wieder die Schulbank, bis am Nachmittag die Fahrt nach Monaco auf dem Plan stand. Nach der Besichtigung der Kirche in der die Familie Grimaldi seit Generationen begraben ist, schauten sich die Kulturbegeisterten unter uns noch den Fürstenpalast an. Danach ging es über die Formel1-Strecke bis nach Monte Carlo, wo wir bis zum Casino spazierten. Für alle die Interesse an schnellen Autos haben, war der Platz vor dem Casino ein MUSS. Neben Lambourgini, Ferrari und Porsche waren auch einige Royce Royce zu bewundern. Viel zu spät, was mal wieder die Schuld unserer lieben Italiener war, kamen wir bei unseren Gastfamilien an und hetzten nach dem gemeinsamen Abendessen zum Strand, wo wir den Abend ausklingen ließen. Den nächsten Vormittag verbrachten wir wieder am Strand, wobei wir den Altersdurchschnitt des Strandes sicher hinuntersetzten und sicher die knackigsten J unter den Strandgästen waren – man merkte doch überall in Cannes, dass es ein alter Kurort ist (natürlich für die ältere Generation). Und was machten wir am Nachmittag? Wir drückten mal wieder die Schulbank. Doch die meiste Zeit des Unterrichtes vertrödelten wir mit dem Singen von französischer Chansons.Den letzten Abend verbrachten wir mit unseren echt coolen Professoren Fr. Prof. Wilt und Fr. Prof. Varga am Strand, die für den letzten Abend Knabberzeug und Cidré mitgebracht hatten, auf den Felsen („Stoark wia a Fösen...“). Nachdem wir Mädels auch noch den letzten „Mann“ Aladarcoste vertrieben hatten, verbrachten wir noch einen schönen letzten Abend am Strand. Den Unterricht am Freitag Vormittag hielten viele für überflüssig und unsere „Männer“, einer davon hatte sich sowieso selbst krankgeschrieben, hatten sich eine tolle Ausrede überlegt und durften den Unterricht früher verlassen. Die Mädels hielten bis zum Schluss durch und erlebten auch noch eine kleine Überraschung als plötzlich unser Gastlehrer des Vorjahres Mohammed in der Tür stand. Von den Strapazen eines langen Fluges gezeichnet verabschiedete er sich sehr bald um sein Minimum an Schlaf nachzuholen. Der Abschied von den Gastfamilien fiel uns nicht all zu schwer und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zum Flughafen von Nizza. Nach dem Umsteigen in Paris, war die Freude groß als man in ein Österreichisches Flugzeug der AUA einsteigen durfte, und endlich statt merci und s.v.p. auf das altbewehrte danke und bitte umsteigen durfte. Was gibt es den schöneres als einen guten österreichischen Kornspitz und Walzermusik? Als wir am späten Abend in Wien ankamen, bemerkten wir, dass unsere Koffer dass getan hatten, was viele von uns auch gern gemacht hätten – sie waren einfach in Paris geblieben! Sie wurden aber Gott sei dank Allen am nächsten Tag zugestellt! Außer diesem kleinen „Zwischenfall“ war die Reise ein Erlebnis und hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und ich glaube sogar die Französisch Muffel unter uns konnten so einiges Lernen. |
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