Das Scherbengericht des Kleisthenes – ein Demokratiespiel

Wenn sich in Athen jemand verdächtig machte, eine Tyrannenherrschaft anzustreben, stimmte die Volksversammlung mit Tonscherben über ihn ab. Wurde er für schuldig gehalten, musste er für 10 Jahre Athen verlassen. Die SchülerInnen der Klassen 2A und 2G spielten Szenen aus dem antiken Scherbengericht nach und schrieben danach ihre persönlichen Eindrücke nieder.

Mir hat es sehr gut gefallen. Vanessa und ich durften die Scherben austeilen und einsammeln und die Stimmen zählen. (Verena Frank, 2G)

Ich habe gelernt, dass viele Menschen, wenn sie verbannt werden, sehr unglücklich sind. Dass die, die die Tonscherben haben, über ein Leben entscheiden. Einige haben leichtfertig gehandelt, doch ich fand, dass Themistokles schuldig war, weil er nur an sich gedacht hat. Ich war Demitrios, der Vater von Ephialtes. Es hat uns beiden gut gefallen. Ephialtes hat sich für niemanden entschieden. Ich verstehe ihn. (Renate Reisinger, 2G)

Ich habe gelernt, dass das Leben für den Angeklagten sehr schwer war. Außerdem dürfen die Frauen und Sklaven nicht teilnehmen. Das finde ich unfair. Der Angeklagte hätte sich mehr verteidigen sollen. (Benedikt Schneider, 2G)

Es war sehr lustig und hat Spaß gemacht. Es war auch sehr interessant mitzuspielen und zu erleben, wie das ist. (Magdalena Waha, 2G)

Das Scherbengericht ist sehr hart. Ich wurde für 10 Jahre aus Griechenland verbannt, (weil ich keine Rede halten kann.) obwohl ich die Persische Flotte zerstört habe. (Dominik Reiter, 2G)

Ich fand unser Scherbengericht in der Klasse 2A sehr interessant. Wir bekamen einen Einblick, wie es früher gewesen sein könnte. Ich finde, jeder der mitgemacht hat, hat sich sicher über seine Rolle Gedanken gemacht. Manche ein wenig mehr, manche weniger. (Kathrin Clauss, 2A)

Ich habe es sehr schön gefunden, da es eigentlich „learning by doing“ war. Es hat mir großen Spaß gemacht.
(Katrin Bauer, 2A)

Wie ich erkennen konnte, hatten sich alle Hauptrollen sehr gut vorbereitet und sie hatten sich wirklich bemüht, etwas Gutes auszudenken.
(Oliver Walter, 2A)

Mir hat es wirklich gut gefallen, dass wir so etwas im Geschichtsunterricht machen, weil man es sich besser vorstellen kann. Was mir weniger gefallen hat war, dass ein paar Leute versucht haben, nichts daraus zu lernen, sondern das Ganze eigentlich nur zu einem Witz gemacht haben. (Sophie Zechmeister, 2A)

Ich habe gelernt, dass viele Menschen nicht teilnehmen durften, dass manchmal die Meinung nur Gruppenzwang war, dass die Angeklagten manchmal nicht schuldig waren. Mir hat es eigentlich gut gefallen, aber ich fand es nicht so gut, dass sich nur die Hälfte der Klasse dafür interessierte. (Antonia Mayer, 2A)