4.Klassen in Mauthausen - 1.4.2008
Am 1. April, dem Jahrestag des sogenannten „Prominententransportes“ nach Dachau (1938), besuchten die Klassen 4BF/L und 4C im Rahmen des Geschichteunterrichts das Konzentrationslager Mauthausen.
Mehr Bildmaterial zur Gedenkstätte findet sich unter den Eintragungen zum Schuljahr 2006/07. Hier einige Eindrücke der SchülerInnen: |
Anna Mad, Carina Prawitsch, Victoria Krenn, Elif Bilen
Die Führung durch das KZ Mauthausen war sehr interessant und uns fiel es wirklich schwer uns vorzustellen, was dort vor 70 Jahren geschehen ist. Es ist unglaublich, was die Arbeiter dort Tag für Tag erleiden mussten. Wer den Ansprüchen der SS-Leute nicht entsprach, wurde erschossen oder vergast und danach verbrannt. Manchmal begingen die Arbeiter Selbstmord, weil sie es im KZ nicht mehr aushielten. Als wir hörten, wie viele Menschen in einer Baracke zusammenlebten, waren wir sehr erschüttert. Die Menschen mussten am Boden, oft aufeinander oder zu dritt in einem Bett schlafen.
Es ist schrecklich, dass jemand wie Hitler an die Macht kam, und jeder sollte seinen Beitrag dazu leisten, damit so etwas nie wieder geschieht.
|
Pezi, Elena, Flora 4C
Am 1. April besichtigten wir das KZ Mauthausen. Zu Beginn marschierten wir die Todesstiege hinauf, Richtung Hauptgebäude, wo uns ein Film über die „Mühlviertler Hasenjagd“ gezeigt wurde, bei der von 200 geflüchteten Häftlingen nur 11 überlebten. Ich fand es sehr empörend, dass eine Schülerin demonstrativ den Blick abwandte und sich schlafend stellte. Solch ein Verhalten sollte man nicht dulden. Anschließend wurde uns ein Zivildiener als Führungspersonal zugewiesen.
Wir besichtigten auch die heruntergekommenen Duschräume, die von den Besuchern mit Bandnamen beschmiert wurden, teilweise sogar mit Hakenkreuzen. Ein Schüler meinte: „Wenn ich jemanden sehen würde , der so was macht, ich würde ihm eine auflegen.“ Zum Schluss zeigte man uns noch die Gaskammer, bei deren Anblick jedem seltsam zu Mute wurde, und die Verbrennungsöfen, wo die Häftlinge „durch den Schornstein gingen“.
Es war ein sehr bedrückender, aber informativer Ausflug, der uns motivierte, uns mehr mit dieser Zeit zu beschäftigen und gegen Neonazis aufzutreten. |
Sandra und Eva, 4
Am Beginn unserer Exkursion gingen wir über die Todesstiege zum Lager. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir das viele Leid, das an diesem Ort entstanden ist, noch nicht begreifen. Es war unvorstellbar, dass sich manche Menschen die Fallschirmspringerwand hinunterstürzten, weil sie es nicht mehr aushielten, oder auch von SS-Leuten hinuntergestürzt wurden. Nachdem wir den Film gesehen hatten, konnten wir uns die Situation damals etwas besser vorstellen. In diesem Film wurde auch von einer Familie berichtet, die zwei Flüchtlinge aufnahm und damit ihr eigenes Leben aufs Spiel setzte. Wir wissen nicht, ob wir in so einer Lage auch so reagieren würden, aber wir hoffen zumindest, ähnlich Gutes in so einer Zeit getan zu haben.Als wir in einem Duschraum standen und wir nicht wussten, ob es Gaskammern oder richtige Duschen waren, war uns mulmig zu Mute und wir hatten ein bisschen Angst zu atmen. So konnten wir uns ein bisschen besser vorstellen, wie sich die Gefangen damals gefühlt haben.
|