Exkursion Mauthausen Klassen 4.A und 4.D - 16.6.2009
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Am 16.6.2009 besuchten die Klassen 4.A und 4.D die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Nach der Ankunft wurde ein Film über die Entstehung und die Geschichte des Lagers vorgeführt. Anschließend lernten die SchülerInnen im Zuge einer Führung die einzelnen Teile des Komplexes kennen. Sichtlich beeindruckt verließen sie die Gedenkstätte über die berüchtigte "Todesstiege". Hier die Berichte, die sie am nächsten Tag verfassten:
Bericht über die Klassenfahrt nach Mauthausen (Sebastian, August, Adam):
Als wir in Mauthausen ankamen, aus dem Bus stiegen und das Konzentrationslager zum ersten Mal sahen, bemerkten wir, dass es viel imposanter ist als wir gedacht haben. Eine Mauer von immenser Höhe umgab den Ort, wo die Nationalsozialisten ihre grausamen Taten begangen hatten. Uns war sofort bewusst, dass es kein amüsanter Ausflug werden würde. Bevor wir uns das Lager genauer anschauen konnten, gingen wir ins Besucherzentrum und schauten uns einen zu Tränen rührenden Film über das tragische Schicksal der „ KZler“ an.
Einige respektlose Schüler einer anderen Schule lachten über einen amerikanischen Soldaten der über die Geschehnisse nach der Befreiung erzählte und zu weinen anfing. Andere von ihnen schliefen ein wir fanden diese primitive Art empörend, da diese Reaktion auf so einen Film krank und pervers ist. Nachdem die halbstündige Laufzeit des Films vorbei war, gingen wir die Treppe hinauf zum Eingang, des eigentlichen Konzentrationslagers. Dort wurden wir von unserem Führer empfangen. Zuerst erklärte er uns die Bedeutung der verschiedenen Denkmäler, die im Konzentrationslager errichtet worden waren um den Opfern zu gedenken und die Überlebenden zu feiern. Danach gingen wir zu der Klage-Mauer. Unser Führer erklärte uns, dass die neuen Gefangenen, je nach Laune der SS Leute 3 Stunden bis 3 Tage stehen musste, ganz nackt und ohne der Erlaubnis essen oder schlafen zu dürfen. Nachdem wir die Wäscherei besichtigt hatten, wo den Inhaftierten die Haare geschoren wurden, schauten wir uns die Baracken der Gefangenen an. Dann wurden uns die Verbrennungsöfen und der Exekutionsraum gezeigt. Uns wurde erklärt wie grausam die Häftlinge umgebracht wurden und, dass die SS die Inhaftierten eher wie Tiere als wie Menschen ansah. Als letztes gingen wir noch in die Gaskammer, sie war voller Furcht und Angst. Bevor die Führung vorbei war, warnte uns unser Führer, dass wir in der Zukunft nie wieder so was zulassen sollten.
Konzentrationslager Mauthausen (Verena, Antonia, Elisabeth, Anna):
Als wir in Mauthausen ankamen, wurde uns als erstes ein Film vorgeführt, in dem uns das grausame Leben in den Jahren 1938-1945 von den im KZ eingesperrten Menschen veranschaulicht wurde. Außerdem berichteten einige Zeitzeugen über diese grausamen Jahre. Am Schluss des Filmes sahen wir, wie die Leichen, nach der Befreiung der Amerikaner, auf Viehwägen wegtransportiert wurden. Danach begann unsere Führung durch das KZ. Zuerst wurden uns die Denkmäler der verschiedenen Volksgruppen, wie z.B. der Sinti und Roma, gezeigt. Wir besichtigten auch eine von den 3 übrigen Baracken. Am Schluss der Führung hatten wir noch die Möglichkeit in das Krematorium zu gehen.
Dann gingen wir die Todesstiege, die 186 Stufen hat und noch original vorhanden ist, hinunter, wo der Bus auf uns wartete.
Auf der Heimfahrt blieben wir noch beim McDonalds stehen.
Es war ein sehr interessanter Ausflug und eine sehr lustige Busfahrt.
Exkursion nach Mauthausen (Sarah, Sophie):
Das Konzentrationslager in Mauthausen war größer als wir es erwartet hatten und die Mauern waren immer noch mit Stacheldraht umfasst. Bevor wir das Gebäude fanden wo uns ein sehr informativer Film gezeigt wurde irrten wir umher. Im Film wird die Geschichte Mauthausens festgehalten die auch durch Zeitzeugen bestätigt wurde. Erschreckend waren die Leichen, die von den Amerikanern in großer Zahl auf Wägen zu den Gräbern gebracht wurden. Es war fast unmöglich zu erkennen welche Menschen tot und welche kurz vorm sterben waren, denn sie bestanden alle nur noch aus Haut und Knochen. Danach wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und unsere Führung begann. Wir gingen durch einen Park von zahlreichen Denkmälern und kamen dann auch zur Fallschirmspringerwand wo viele Gefangene von den SS-Leuten hinuntergestoßen wurden. Außerdem besichtigten wir die Klagemauer, wo die Häftlinge alles ablegen mussten, Nummern bekamen und manchmal sogar Tage verharren mussten. In der Wäscherei kamen die Gefangenen unter Duschen, wegen der wenigen Abflüsse, ertranken auch einige von ihnen. Sämtliche Haare wurden ihnen abrasiert und ihre Kleidung wurde desinfiziert und weiterverkauft. Danach gingen wir in eine der drei noch stehenden Baracken wo hunderte von Menschen „leben“
mussten. Wir erfuhren, dass sich jeder in der Früh entscheiden musste, ob er sich wäscht und auf die „Toilette“ geht oder etwas aß, das sowieso nicht den ganzen Tagesbedarf deckte. Wir sahen uns den Friedhof an, wo die Amerikaner die Toten begraben hatten. Im Museum erfuhren wir was für grausame Tests die SS-Ärzte mit den Häftlingen durchführten. Dann besichtigten wir die Hinrichtungsstätte, mit den Gaskammern, Genickschussecken, Galgen usw. und sahen auch einen der drei Verbrennungsöfen. Zum Abschluss gingen wir zum Steinbruch über die Todesstiege, wo viele Menschen beim Tragen der schweren Steine durch den kleinsten Fehler getötet wurden. Wir selbst taten uns selbst auch ziemlich schwer, auch ohne Stein. Dann wurden wir vom Bus abgeholt und dachten über die erschreckenden Ereignisse von damals nach.
Exkursion zum Konzentrationslager Mauthausen (Sümeyye, Christina):
Bei der Ankunft sahen wir die hohen Mauern des Konzentrationslagers in Mauthausen. Zuerst sahen wir ein großes Becken, aber wir wussten nicht, wozu es gedient hatte. Später erfuhren wir, dass dies ein Swimmingpool für die Freizeitgestaltung der SS-Männer war. Danach gingen wir in einen großen dunklen Raum, wo uns ein Film gezeigt wurde. Es war unverständlich für uns, weshalb Schüler einer anderen Schule lachten. Der Film zeigte grausame und brutale Taten der Nationalsozialisten. Es war schockierend, die abgemagerten, geschwächten Leichen zu sehen. Oft erkannte man kaum, ob einige Menschen lebten oder gestorben waren.
Danach bekamen wir viele Informationen von einem jungen Mann, der im Zivildienst arbeitete. Er erklärte die Bedeutungen einiger Denkmäler und zeigte uns den Steinbruch, wo die Häftlinge arbeiten mussten. Die Häftlinge mussten 40 bis 50 kg schwere Steine die Todesstiege hinauftragen. Wenn sie dies aber nicht schafften, wurden sie erschossen. Danach sahen wir die letzten drei übrig gebliebenen Baracken. Es war für uns unvorstellbar, wie so viele Menschen in einem Raum schlafen konnten. Die Häftlinge mussten vorher ihre Kleidung ablegen, wurden am ganzen Körper rasiert und wurden mit Nummern angesprochen.
Zusammenfassung Mauthausen (Florian, Max):
Als wir in Mauthausen ankamen waren über die Größe des ehemaligen Konzentrationslagers überrascht. Zuerst wurde uns ein Film über das Lager gezeigt, der uns alle sehr schockierte. Danach begannen wir mit der Lagerführung. Es wurde uns ein Führer zugeteilt der uns zunächst zur Fallschirmspringerwand, die beim Steinbruch ist, führte. Bei der die SS (Schutzstaffel) die Lagergefangenen hinunter warfen. Diese Lagergefangenen wurden in „Asoziale“, politische Gegner und Kriminelle unterteilt. Wobei die Nationalsozialisten unter „Asoziale“ mehrere Gruppen verstanden, wie z.B.: Homosexuelle, Minderheiten und Juden.
Dann wurden wir durch den Denkmalpark, wo sich früher die Häuser der SS-Leute befanden. Durch ein großes hölzernes Tor gingen wir zur Klagemauer an der die Gefangenen oft drei Tage, abhängig von der Laune der SS, ohne Essen und Trinken standen. Wenn sie sich aber nur hinsetzen wurden sie meistens erschossen. Danach wurde uns die Duschen gezeigt in der die Gefangenen nach ihrer Ankunft im Lager mit kaltem Wasser duschen mussten.
Auch die Baracken waren grausamst. Neben den Verbrennungsöfen waren die Gaskammern. Jedoch waren die Gaskammern als Duschen getarnt. In diesen erlitteten viele „Häftlinge“ einen grausamen Tot.
Nachdem uns auch noch die „Genickschussecke“ gezeigt wurde, verließen wir geschockt das Lager.
Für uns alle war dieser Ausflug sehr lehrreich, und wir erkannten, dass so etwas nie wieder passieren darf.
Mauthausen (Andreas, Florian):
Als wir aus dem Bus ausstiegen gingen wir zuerst ins Besucherzentrum um dort den Film zusehen der uns mehr über die Geschichte Mauthausens erzählen sollte.
Wir sahen uns den Film gemeinsam mit einer Wiener Hauptschulklasse ansahen.
Ich muss schon sagen die waren dumm. Als ein ehem. amerikanischer Soldat der bei der Befreiung des Konzentrationslagers dabei war und gerade über die Grausamkeiten dort sprach begann er plötzlich zu weinen und den Hauptschülern fiel nichts Besseres ein als darüber zu lachen. Und einige schliefen sogar bevor der Film noch begonnen hatte ein. Ich fand das ziemlich respektlos gegenüber den Opfern. In dem Film wurde gezeigt wie bei der Eroberung Mauthausens die toten Opfer einfach auf einen Haufen geworfen wurden und dann von den Amerikanern in Massengräbern begraben wurden. Als der Film zu Ende war gingen wir aus dem Filmsaal in Richtung Lager. Zuerst fiel uns sofort ein riesiges Becken auf das die SS-Soldaten offiziell als Löschbecken tarnten aber als Pool verwendeten. Anschließend erzählte uns unser Führer, dass die SS sogar ein Kino und ein Casino im KZ hatten. Dann besuchten wir die drei noch stehenden Baracken. Die Häftlinge mussten auf sehr engen Raum zusammenleben und jeweils drei mussten sich ein Bett teilen. Mit einem Bett lebte man noch im „Luxus“ denn die meisten mussten auf dem Boden schlafen während ein SS-Soldat auf ihnen herumtrampelte damit es auch schön gerade sei. Aber zuvor noch gingen wir zur Klagemauer wo alle Gefangenen zuerst hingeführt wurden. Dort mussten sie manchmal sogar bei jedem Wetter bis zu drei Tage stehen ohne zu essen und zu trinken. Anschließend wurden sie zu den Duschen geführt. Dort starben sogar manche entweder durch das viel zu kalte Wasser oder sie ertranken da es zu wenige Abflüsse gab. Er zeigte uns auch viel Tötungsmethoden der SS. Wie zum Beispiel die Gaskammer und die Genickschussecke.
Besonders brutal fanden wir die SS-Ärzte, die den nicht betäubten Gefangenen nach Belieben Körperteile herausoperierten. Sie erstellten zum Beispiel einen Lampenschirm aus Menschenhaut der lange Zeit im Museum ausgestellt war bis er von einem Besucher mitgenommen wurde. Nach der sehr professionell ausgeführten Führung besuchten wir noch die Todesstiege. Nachher besuchten wir noch das bei Kindern sehr beliebte Fastfood Restaurant McDonalds. Alles in Allem waren wir sehr begeistert von unsrer Exkursion.
Mauthausen (Johannes, Felix):
Als wir in Mauthausen ankamen, waren wir gleich von der Größe der Lagermauern überwältigt.
Im Besucherzentrum sahen wir uns, gemeinsam mit anderen Klassen, einen 45- Minütigen Film über das Lager an. Wir waren entsetzt über die schrecklichen Bilder, die uns gezeigt wurden. Anschließend führte uns ein Führer an die Steinbruchkante, wo wir uns einen Überblick verschaffen konnten. Wir gingen über einen Platz, auf dem sonderbare Denkmäler erbaut wurden, ins Lager, wo er uns ihre Bedeutungen erklärte.
Unsere erste Station im Lager war die Klagemauer, wo die Gefangenen oft 3 Tage ohne Essen und Kleidung, egal zu welcher Jahreszeit, warten mussten. Viele Leute starben an der Pokemon Kälte. Dann führte er uns in eine der drei übrigen Baracken. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass in einer von solchen Baracken um die 1000 Menschen leben mussten. Später erklärte er uns die verschieden Tötungsmethoden, wie z.B. Gaskammer, Hundezwinger, die „Todesstiege“ hinuntergestoßen werden, die Fallschirmspringerwand usw. Besonders grausam fand ich die Experimente der SS-Ärzte an den Gefangenen. Wir besichtigten die alten Verbrennungsöfen und den Hof, aus dem die einzige Flucht aus Mauthausen gelang.
Am schlimmsten fand ich, als er uns erklärte, dass das Durchschnittsgewicht eines 1.80m großen Mann ca. 45 Kilo war.
Insgesamt fanden wir es sehr spannend und informativ.
Mauthausen (Theresa, Klara, Nadine):
Nach der 2 einhalbstündigen Busfahrt kamen wir im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen an. Schon beim Aussteigen fiel uns die bedrückende Atmosphäre und wir hatten ein mulmiges Gefühl im Magen. Zu Beginn wurde uns ein Film über die Vorgeschichte von Mauthausen gezeigt. Die Zeugenaussagen und Bildausschnitte schockierten uns zutiefst. Danach wurde uns der Museumsführer vorgestellt und wir besichtigten den Denkmalspark von dem wir einen guten Überblick auf den Steinbruch, die „Todesstiege“ und die „Fallschirmspringerwand“ hatten. Im Konzentrationslager selbst wurde uns zuerst das Ankommen der Häftlinge an der „Klagemauer“ geschildert. Als Nächstes zeigte man uns die Wasch- und Desinfizierräume, wo noch alles sehr gut erhalten ist. Danach wurden wir über den „Appellplatz“ in die Baracke geführt, wo uns die Vorstellung dass 1000 meist sogar verwundete oder kranke Häftlinge in einer Baracke mit ca. 20m² zusammengedrängt lebten. Am schlimmsten für uns waren immer noch die Öfen, weil wir uns bildhaft vorstellen konnten wie die zuvor in Gaskammern oder Genickschussecken ermordeten Menschen dort verbrannt worden waren. Nach der Verabschiedung des Museumsführers, der uns zum Abschluss ein paar Worte auf den Weg gab, gingen wir die „Todesstiege“ hinab und betrachteten den Tümpel, indem sicher unfreiwillige „Fallschirmspringer ohne Fallschirm“ ertrunken waren. Insgesamt hat uns der Ausflug sehr berührt und hinterließ bleibende Eindrücke.
Ein herzliches Dankeschön an Fr. Prof. Wild und an Hr. Prof. Podiwinsky, die uns diese interessante Exkursion ermöglichten.
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