Exkursion nach Auschwitz mit MoRaH
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Die Klasse 7C nahm an der Gedenkreise nach Auschwitz teil, die vom 11. bis 14.April 2010 stattfand und vom Verein MoRaH www.morah.at für Österreichs SchülerInnen organisiert wurde. Begleitung: Prof. Gabriele Varga
Im letzten Schuljahr hat erstmals eine Klasse unserer Schule an dieser Reise, die heuer zum 4.Mal organisiert wurde, teilgenommen.
PROGRAMM der Reise „March of Remembrance and Hope”
So., 11. April 2010 „ANREISE“
6:15 Uhr Treffpunkt Busbahnhof Erdbergerstr.
ca. 16:00 Uhr Ankunft in Plaszow
Besichtigung des ehemaligen KZ Plaszow
- SS Verwaltungshaus
- Villa von Amon Goeth
- Mahnmal des KZ Plaszow
- Arbeiten mit SchülerInnen in Plaszow
18:45-19:45 Uhr Zeitzeugengespräche im Hotel (Gerechte unter den Völkern)
20:00 Uhr Abendessen
Mo., 12. April 2010 „Auschwitz“
7:00 Uhr Frühstück im Bus
8:30 Uhr Auschwitz I (mit Mittagspause)
ca. 14:00 Uhr Gedenkmarsch von Auschwitz I nach Birkenau
Anschließend Auschwitz II – Birkenau
Zeitzeugengesprächen mit österreichischen Überlebenden
ca. 20:30 Uhr Abendessen
Anschließend Reflexionsrunde für SchülerInnen, mit ihren LehrerInnen
Di., 13. April 2010 „Jüdischer Tag in Kazimierz“, „Krakau Altstadt“ , „Klezmer Konzert“,
„Abreise“
Bis 9:30 Uhr Frühstück und Auschecken aus Hotel
10:00 Uhr Besichtigung von Kazimierz
- Synagogen: Alte, Remuh, Tempel, Kupa, Isaak, Hohe
- Hof aus Szene von „Schindler`s Liste“ (1993)
Mittagspause am Platz Nowy
Besichtigung des ehemaligen Ghettogeländes
- Museum für Nationalgedenken „Apotheke zum Adler“
- Fragment der Ghettomauer
- Ehemalige Emaillewarenfabrik von Oskar Schindler
ca. 16:00 Uhr Individuelle Besichtigung von Krakau`s Altstadt (mit Einführung)
- Wawel, Barbakane, Marktplatz, Marienkirche, Tuchhallen, Rathausturm,…
- Reflexionsrunde und Feedback mit LehrerInnen im Kaffeehaus
Anschließend Freizeit in der Altstadt
19:00 Uhr Treffpunkt bei Bussen
Ca. 20:00 Uhr Abendessen mit allen österreichischen TeilnehmerInnen
Begegnung mit jüdischen, jugendlichen TeilnehmerInnen
Anschließend Klezmer Konzert
23:30 Uhr Abfahrt nach Wien
Mi., 14. April 2010 „Ankunft“
ca. 7:30 Uhr Ankunft in Wien
Meinungen der SchülerInnen
Jasmin Fischer
Vom 11.4. bis 14.4. waren wir, die Klasse 7c, in Polen um am „ March of the Living“ teil zu nehmen. Es war nicht sehr erfreulich, dass wir schon um 6 Uhr früh mit dem Bus auf dem Weg nach Krakau waren, doch da die meisten von uns den Abend davor zu Hause verbracht haben, war dies auch nicht so ein großes Problem.
Die Führung in das ehemalige KZ Plaszow war für mich ein Spaziergang durch ein sumpfiges Gebiet im Regen, da man von dem ehemaligen Arbeitslager nichts mehr sehen konnte.
Am Montag ging es dann endlich ins KZ Auschwitz I. Durch die Informationen die uns der Tour Guide gab und die Tatsache, dass wir uns Gebäude ansehen durften in denen früher die SS-Soldaten beziehungsweise die Arbeiter wohnten, unter anderem auch in die einzig übrig gebliebene Gaskammer hineingehen konnten, war ich in der Lage mir die Dinge, die damals dort stattgefunden haben, etwas besser vorzustellen. Als wir im KZ waren, fiel es mir jedoch schwer mir vorzustellen, dass auf dem Boden wo ich ging früher einmal Menschen gelaufen sind, die später getötet wurden. Durch die Bilder und die Dinge die gezeigt werden, konnte man sich ein bisschen vorstellen wie das damals gewesen war.
Ich war beeindruckt wie viele Menschen, vor allem Jugendliche verschiedener Nationen, an diesem „ March of Remembrance and Hope“ teilnahmen. Es war schön zu sehen, dass sich viele junge Menschen für so ein heikles Thema begeistern lassen.
Am Dienstag hatten wir noch eine Führung durch das jüdische Viertel in Krakau, was ich nicht so besonders gefunden habe, da ich durch die kläglichen Künste unseres Tour Guides, mit dem Mikrofon umzugehen nicht wirklich verstanden habe was sie uns versucht hat zu erzählen.
Die Abschlussveranstaltung war für mich das ´Highlight´ dieser 3 Tage. Alle Jugendlichen aus Österreich, die an dem March teilgenommen haben, hatten ein gemeinsames Abendessen und anschließend spielte eine jüdische Band für uns, die Klezzmates. Zu Beginn waren wir noch sehr schüchtern, doch schon bald bildeten sich Tanzkreise und man wurde mitgerissen und in die Kreise hineingezogen.
Für mich war diese Reise ein Erlebnis, dass ich nicht so schnell vergessen werde. Ich habe viele Eindrücke dazu gewonnen und bin froh, dass ich teilnehmen durfte. Diese 3 Tage in Polen haben meiner Meinung nach auch unsere Klassengemeinschaft besser gemacht. Wir haben fast jeden Tag diskutiert, da wir nicht glauben konnten, dass manche Menschen wirklich in der Lage sind zu behaupten, den Holocaust hätte es nie gegeben und dass alles nur erfunden sei. Wir sind alle der Meinung, dass so etwas nie wieder passieren darf!
Ich lege jedem nahe, falls er die Möglichkeit bekommt, an dieser Reise teilzunehmen. Es ist eine Erfahrung, die man persönlich machen muss und nicht durch Filme machen kann. Falls ich noch einmal die Chance hätte nach Auschwitz zu fahren um am „ March of the Living“ teilzunehmen, würde ich es machen egal wie anstrengend es auch wäre.
Karl Pauschenwein
Als erstes möchte ich mich bei Ihnen bedanken Frau Professor, für diese sehr interessante Reise nach Auschwitz und Krakau. Ich bin ehrlich gesagt mit gemischten Gefühlen nach Auschwitz gefahren. Einerseits wussten wir ja schon durch die Informationen im Internet und aus dem Unterricht, wie es aussieht in den verschiedenen Lagern, aber das Gefühl, mit dem ich das Konzentrationslager Auschwitz I betreten habe, werde ich wohl nie vergessen. Es lässt sich schwer in Worte fassen und wird mich immer wieder zum Nachdenken anregen. Wenn man das letzte übrig gebliebene Krematorium betritt, ist die Gänsehaut fasst nicht auszuhalten.
Um ein wenig Kritik zu üben muss ich sagen, dass die Lunchpakete nicht gerade mein Fall waren und einem nach den langen Führungen und Märschen ganz schon die Füße weh taten, überhaupt wenn man wie Maximilian und ich von Samstag auf Sonntag durchgemacht hat J.
Besonders erschreckend fand ich die Massenklos in den Baracken, vor allem aber haben mich die Zeitzeugengespräche sehr bewegt. Keiner von uns wird diese Reise so schnell vergessen und nochmals danke dafür!
Katja Szolderits
Ich habe mir AuschwitzI ganz anders vorgestellt. In meinen Vorstellungen waren die Baracken kleiner und bei weitem nicht so stabil gebaut wie sie in Wirklichkeit sind, eher so wie die Baracken in Birkenau. Trotzdem war ich schockiert, als ich gehört habe, dass in so einer Baracke oft bis zu 1000 Menschen geschlafen haben. Das wären fast alle Schüler unserer Schule.
Besonders schlimm war für mich, die Schuhe, Koffer, Brillen und Haare der Opfer zu sehen. Es ist etwas ganz anderes, sie auf Bildern zu sehen, als dann wirklich davor zu stehen und zwar so nah, dass man sie angreifen könnte, wenn die Glasscheibe dazwischen nicht wäre.
Ich bin froh darüber, dass man in Birkenau nicht mehr allzu viel besichtigen kann. Wie ich mich so kenne, wäre es mir wahrscheinlich zu nahe gegangen, die Gaskammern und Krematorien zu sehen und mir vorstellen zu „müssen“, was dort abgelaufen ist.
Die Zeitzeugengespräche haben mich sehr beeindruckt. Man bekommt einen ganz anderen Zugang zu den Geschehnissen, wenn man sie von jemandem geschildert bekommt, der dabei war und sie überlebt hat, als wenn man von einer nicht betroffenen Person durch das KZ geführt wird.
Ich finde es toll, dass so viele Menschen, und vor allem von so vielen Nationen, am „March of Remembrance and Hope“ teilgenommen haben. Daran merkt man, dass nicht nur die Angehörigen der Opfer sondern Menschen aus aller Welt verhindern wollen, dass etwas derartiges noch einmal passiert. Schade finde ich nur, dass so etwas Schreckliches passieren musste um die Menschen zu vereinen und ihnen zu zeigen, dass wir doch alle gleich sind.
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