Zeitzeugin Anita Lasker-Wallfisch sprach über das Leben im Konzentrationslager Auschwitz

Am 14.10.2010 berichtete Frau Lasker-Wallfisch über ihr Leben als junges jüdisches Mädchen während der Zeit des Nationalsozialismus. Ihre Eltern und die Großmutter wurden getötet, ihre älteste Schwester konnte rechtzeitig nach England ausreisen, ihre Schwester und sie verbrachten lange Zeit im Gefängnis und in zwei Konzentrationslagern. Anita Lasker-Wallfisch spielte Cello im Frauenorchester von Auschwitz. Möglicherweise hat dies ihr und ihrer Schwester das Überleben ermöglicht. Ihre berührende Lebensgeschichte hat Frau Lasker-Wallfisch in ihrem Buch „Ihr sollt die Wahrheit erben“ niedergeschrieben.

Wolfgang Mandl 8C

Als die Nachricht kam, dass Frau Lasker-Wallfisch in der 5ten und 6ten Unterrichtsstunde einen Zeitzeugenbericht für die Oberstufenklassen ablegen solle, war die Reaktion der Schüler größtenteils in einen einzigen Gedanken verpackt: „Ja, die letzten beiden Stunden kein Unterricht!“ Diese Gedanken wurden dann jedoch kurz nach dem Betreten des Festsaales wieder verworfen, da uns die Kraft und Bestimmtheit, die Frau Lasker-Wallfisch aussandte, regelrecht überwältigte. Sie erzählte uns anhand von Ausschnitten ihres Buches „Ihr sollt die Wahrheit erben“, von ihrem Leben zur Zeit des Holocaust, sowie von der Hölle, durch die sie und ihre Schwester gegangen waren. Als ihr Vortrag zu Ende war, kamen seitens der Schüler noch weitere Fragen, welche von Frau Lasker-Wallfisch auch mit Elan beantwortet wurden.
Es ist immer wieder beeindruckend, einem Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs  bei dessen Erzählungen zuzuhören, da wir dadurch lernen können, trotz aller Widrigkeiten, die sich einem in den Weg stellen, trotz all der Intoleranz und trotz all der Brutalität, die man durch andere erfahren kann, niemals aufzugeben und für das Leben an sich zu kämpfen.
Und noch etwas:
„The one who does not remember History is bound to live through it again“

-George Santayana