Wir dürfen uns wirklich glücklich schätzen, dass Ari Rath, einer der renommiertesten internationalen Journalisten der letzten 50 Jahre, bereit war, seine Erzählungen wieder vor Schüler/innen zu machen. Er hat als Zeitzeuge zu uns gesprochen und er hatte viel zu erzählen. In seinem über 80jährigen Leben hat er einige geschichtsträchtige Ereignisse hautnah miterlebt.
Herr Prof. Ari Rath ist in Österreich geboren und musste als Jude 1938 vor dem national-sozialistischen Terror fliehen. So kam er mit einem Kindertransport nach Palästina. Obwohl ohne Eltern in eine nicht vorstellbare Zukunft geschickt, hat es Ari Rath geschafft. Er studierte und brachte es bis zum Chefredakteur und Herausgeber der Jerusalem Post, eine der bekanntesten Zeitungen weltweit. Im Zuge dieser Tätigkeit hat Ari Rath sich immer für den Frieden im Nahen Osten eingesetzt, für eine friedliche Koexistenz von Israelis und Palästinensern.
Heute ist er nicht mehr Chef der Jerusalem Post sondern eigentlich im wohlverdienten Ruhestand, arbeitet aber als freier Journalist und der Friede im Nahen Osten gehört immer noch zu seinem wichtigsten Beschäftigungsgebiet.
Lehrer/innen wie Schüler/innen bewundern seinen Einsatz für den Frieden, seine Bereitschaft, immer wieder zu Schüler/innen zu sprechen um ihnen die komplizierte Lage im Nahen Osten näherzubringen und sie für dieses Thema zu sensibilisieren.
(Mag.Gabriele Varga, ARGE-Leiterin für GSPB)
Sieber Barbara, 7B
Für mich war der Vortrag von Herrn Ari Rath sehr interessant und auch bewegend. Ich war beeindruckt davon, wie lebhaft er von Ereignissen erzählt hat, die für ihn so lange zurück liegen. Vor allem aber ist es bewundernswert, mit wie viel Elan er versucht uns Schüler für die Themen, die aktueller sind denn je, zu sensibilisieren, trotz seines doch schon hohen Alters. Leider waren für die kurze Zeitspanne zu viele umfangreiche und komplexe Themen vorgesehen. Mich persönlich hätte ein noch tieferer Einblick in den Nahostkonflikt interessiert, da er auf diesem Gebiet sicherlich einer der Kenner ist.
Greiner Fabian, 7B
Herr Rath schilderte uns zwei Stunden lang seine hautnahen Erlebnisse aus der Zeit unter Hitler. Uns wurde von einem Zeitzeugen vor Augen geführt, was zu dieser Zeit wirklich passiert ist. Die Schüler zeigten sich interessiert und brachten ihre Fragen ein. Dieser Vortrag sollte uns helfen zu sehen wie skrupellos vorgegangen wurde. Ein Mann, der dir erzählt wie Hitler bejubelt wurde und wie er mit 13 Jahren auf einem Schiff flüchtete, ist eine einzigartige und interessante Aufarbeitung dieses Themas.
Denise Potisk, 7B
Der Vortrag von Herrn Rath über seine Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus und über den Isral-Palästina-Konflikt hat mir persönlich gut gefallen. Es war erstaunlich, dass sich Herr Rath, trotz seiner 87 Jahre, noch an die genauen Einzelheiten erinnern konnte, die er damals live miterlebt hatte. Am besten hat mir der Teil gefallen, als er von seinen Erlebnissen als 13jähriger Junge erzählt hat, die wirklich einzigartig und ergreifend waren.
Maximilian Pieringer, 7A
Am 25. Oktober 2011 besuchte der israelisch-österreichische Publizist Ari Rath das BG BRG Eisenstadt. Ari Rath(*6. Jänner 1925 in Wien) wuchs in Wien auf und musste 1938 nach dem „Anschluss“ Österreichs als Jude aus Österreich fliehen und gelangte als 13-jähriger mit einem Kindertransport nach Palästina. Rath studierte Zeitgeschichte und Volkswirtschaft und wandte sich später dem Journalismus zu. 1957 wurde er Redakteur der Jerusalem Post, 1975 übernahm er die Funktion des Chefredakteurs, 1979 wurde er dessen Herausgeber. Seit seinem Ausscheiden 1989 ist er freier Publizist und unterrichtete an der Universität Potsdam.
Während seines Vortrages schilderte Ari Rath seine persönlichen Erfahrungen nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich und seine dramatische Flucht nach Palästina. Außerdem berichtete er über die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina.
Ari Rath ist nach wie vor ein Verfechter einer friedlichen Koexistenz der Israelis und Palästinenser.
Ruth Baumgartner, 7A
Am Dienstag, dem 25. Oktober 2011, besuchte einmal mehr der bekannte und hoch geschätzte jüdische Journalist und Herausgeber der Jerusalem Post, Ari Rath, unsere Schule.
Schon Wochen vorher hatten wir im Rahmen des Geschichtsunterrichts über den Besuch dieses bekannten Zeitzeugen gesprochen. Wir hatten uns mit seiner Lebensgeschichte, den Auswirkungen des Nationalsozialismus, sowie mit den aktuellen Konflikten zwischen Israelis und Palästinensern befasst. Und so warteten die 7. und 8. Klassen schließlich gespannt, bis Herr Rath, ein mittlerweile 86 Jahre alter, aber durchaus noch agiler und scharfsinniger Mann, unter tosendem Applaus den Festsaal betrat.
Als zweitem Sohn jüdischer Eltern war ihm die Zeit des Nationalsozialismus in Österreich in weit größerem Ausmaß als seinen Altersgenossen bewusst gewesen. Bereits zu seiner Schulzeit war der antisemitische Einfluss der Nationalsozialisten allgegenwärtig, weshalb Herr Rath eine Judenklasse im Wiener Gymnasium Wasagasse besuchen musste. Als kleine Anekdote berichtete er von dem gescheiterten Versuch, bei einer Veranstaltung Flugblätter gegen den Nationalsozialismus zu verteilen - die Folge waren zwei Stunden Karzer. Auch eine Fahrrad spielte in Herrn Raths Vergangenheit eine große Rolle: Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland hätte er die Enteignung der Juden beinahe am eigenen Leib erfahren, doch ein Freund erbot sich, sein Fahrrad nur „auszuleihen“. Als der Vater der beiden Buben schließlich verhaftet und abtransportiert wurde, nahm das Schicksal seinen Lauf. Im Jahre 1938 wurden Arnold (Ari), sein Bruder und das Fahrrad in einem der ersten Kindertransporte nach Palästina gebracht. Da die beiden bereits die hebräische Sprache beherrschten, fiel ihnen die Eingliederung in das ihnen so fremde Leben nicht allzu schwer. Der schon immer politisch interessierte Ari Rath verfolgte sein Interesse weiter und zählt daher heute zu den bekanntesten israelisch-österreichischen Journalisten.
Daher war der zweite Themenschwerpunkt die Situation im israelisch-palästinensischen Krisengebiet heute und in den letzten Jahren. Der Staat Israel wurde, als weltweit erster und bisher einziger jüdischer Staat, im Jahre 1948 ausgerufen. Nach langwierigen und blutigen Kämpfen zwischen Palästinensern und Israelis wurde bis heute keine Einigung gefunden. Doch Ari Rath, der sich schon in der Vergangenheit für ein friedliches Nebeneinander der verfeindeten Bevölkerungsgruppen eingesetzt hat, hofft auf eine bessere Zukunft.
Nicht nur im Nahen Osten, sondern auch für uns alle.
Sümeyye Özmen, 7A
Am 25.10.2011 besuchte uns der Journalist, Publizist und Zeitzeuge Ari Rath. Ari Rath wuchs in Wien auf und besuchte das Gymnasium Wasagasse. Nach dem „Anschluss“ Österreichs musste er als Jude aus Österreich fliehen und gelangte als 13-jähriger mit einem Kindertransport 1938 nach Palästina. Er erzählte uns die damalige Situation in Österreich und wie die Österreicher darauf eingestellt waren. Ari Rath sprach auch über sein Leben nach der Flucht. Mich faszinierte seine Lebensgeschichte, ich war beeindruckt. Ich bewundere seine Geduld, denn er musste als Kind ohne seine Eltern äußerst viel erleben. Da er sich auch mit der Politik in Österreich sehr viel beschäftigt und sich gut auskennt, warnte er uns vor einer Regierung der FPÖ und kritisierte die Einstellung von H.Strache gegenüber den Ausländern und seine Politik. Außerdem informierte er uns über den Nah-Ost Konflikt. Herr Rath erzählte uns über die Gründung von Israel, den Unabhängigkeitskrieg, die SuezKrise und über die gescheiterten Friedensprozesse. Er stellte uns die iraelische und die palästinensische Politik vor und erklärte uns warum sich beide Staaten nicht einigen und Frieden schließen können. Ari Rath kritisierte auch israelische Politiker und hofft auf Frieden zwischen Israelis und Palästinenser. Er setzt sich auch für den Frieden im Nahen Osten ein. Nach all den interessanten Informationen folgte eine Fragerunde, wo die Schüler ihm Fragen stellten


