Franz Froschauer Lesung: Thomas Bernhard
Am 27.4.2009 fand in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Mattersburg (Mag. Barbara Mayer, Mag. Sabrina Unger) eine Lesung von Texten Thomas Bernhards durch den Schauspieler Franz Froschauer im Festsaal unserer Schule statt.
Nach einer Einführung von Mag. Sabrina Unger vom Literaturhaus Mattersburg las Franz Froschauer Textausschnitte aus einem Interview mit Fritz Raddatz (Die Zeit), dem autobiographischen Roman „Ein Kind“, dem Roman „Wittgensteins Neffe“ und dem Dramolett „Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen“. Froschauer erklärte auch vor jedem Textausschnitt den Kontext, der für das Textverständnis notwendig war, persönliche Leseempfehlungen beschlossen die Lesung.
Beeindruckend, wie Froschauer die schwierigen Texte Bernhards rezitierte und in sich steigernder Intensität den Zuhörer/innen von der 5. Bis zur 8.Klasse nahebrachte. Vermutlich war der letzte Text – das Dramolett – der zugänglichste Text, weil er in seiner Absurdität und satirischen Überspitzung am meisten zum Lachen brachte.
Franz Froschauers Einladung, in Ohlsdorf (Wohnsitz Bernhards) in O.Ö. dem Wanderweg „Gehen und Denken“ zu folgen und an ausgewählten Stationen Textausschnitte aus Bernhards Werk anzuhören und so in schöner Tradition Gehen und Denken zu verbinden, sei hier nochmals weitergegeben.
Wir danken dem Literaturgaus Mattersburg für Organisation und finanzielle Unterstützung.
Wolfgang Fitzinger, 27.4.09
Zur Biographie Franz Froschauers:
FRANZ FROSCHAUER
Geboren in Vöcklabruck. Nach HTBLA Schauspielstudium an der Bruckner Uni Linz (Auszeichnung). Festengagements am Theater Heilbronn, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Residenztheater in München. Gastengagements am Schauspiel Bonn, am EDT Hamburg, am Münchner Volkstheater und am Theater Phönix. Leiter der Festwochen Gmunden. Inszenierungen von Marivaux „Kleidertausch“ , „Totentanz“ nach Alois Lippl und Max Frischs „Andorra“. Zahlreiche Fernsehrollen (u.v.a. Derrick, Die Neue, Die Wache, SOKO 5113, Bulle von Tölz, Die rote Meile, Edel und Stark, Tatort, Rosenheim Cops, Tal des Schweigens...)
Kinofilme: Hasenjagd (zahlreiche Auszeichnungen), Madame Bäurin, Der Mann in der Krise, Fast Fuck, Vortex, Neun (Kunstfilmfestival Mannheim). Chansonabende mit Interpretationen von Brel, Villon, Brecht, bis zum eigenen Chansonprogramm.
Aktuell: „Und die Komödie endet nie!“ Frühwirth / Skrabal in Franzobel UA HUNT (zweifacher Nestroypreisträger) Emmerich in Franzobels UA ZIPF
Unzählige Lesungen im In- und Ausland; u.a. auf Einladung des Goetheinstitutes eine Lesereise durch Finnland und durch die BRD.
Seit Oktober 2000 lebt Franz Froschauer mit Familie in Schwanenstadt / OÖ.
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