Auch dieses Jahr mussten die Kandidaten und Kandidatinnen für das Amt des Schulsprechers/der Schulsprecherin ihre konkreten Anliegen und Ziele vor versammelter Oberstufe präsentieren. Im Rahmen eines von der Schulleiterin Mag. Karin Rojacz-Pichler geleiteten Hearings nahmen die Kandidaten/innen Jaidl Michael, Müller Florian, Wallner Lukas und Wartha Eva-Maria zu aktuellen Fragen der Schulgemeinschaft Stellung und zeigten in der anschließenden Diskussion ihr rhetorisches und diplomatisches Können.
Das vorläufige Ergebnis machte eine Stichwahl erforderlich, nach der folgende Funktionen feststanden:
Schulsprecher: JAIDL Michael, 8B
1. Stellvertreter: WALLNER Lukas, 6B
2. Stellvertreterin: WARTHA Eva-Maria, 8A
Diese drei Schüler/innen vertreten damit die Schüler/innen im SGA.
Stellvertreter im SGA ist MÜLLER Florian, 8B.
Wir gratulieren dem Schulsprecher und der Schülervertretung zur Wahl!
In einem Interview spricht der Schulsprecher Michael Jaidl über Schulgemeinschaft, Mitspracherecht und seine Erinnerungen an sieben Jahre BG/BRG/BORG Kurzwiese.
Michael, was ist anders geworden, seit du Schulsprecher bist?
Sehr viel ist für mich nicht anders geworden, da ich ja schon seit Mai des Vorjahres dieses Amt innehabe und somit mit der Aufgabe vertraut bin. Seit der Wahl kennen mich die Schüler/innen der Oberstufe besser und ich merke das auch, wenn ich durch die Gänge der Schule gehe. Es ist mir durchaus bewusst, welche Verantwortung auf mir liegt und ich werde versuchen, alle Schüler so gut wie möglich zu vertreten.
Du hast sieben Jahre lang diese Schule besucht, wie begehst du dein letztes Schuljahr an unserer Schule? Welche Gedanken verbindest du mit dem Abschlussjahr? Was werden deine Erinnerungen an diese Schule sein?
Wenn ich auf die letzten sieben Jahre zurückblicke, erscheint mir diese Zeit sehr kurz. Als wäre es gestern gewesen, dass ich als schüchterner 11-jähriger Junge im Festsaal sitze und auf meine Klasse warte. Mich verbindet sehr viel mit dieser Schule, denn ich habe hier weit mehr als nur Mathe, Physik oder Kroatisch gelernt. Die Schule, im Grunde genommen die Schulgemeinschaft, hat sehr großen Einfluss darauf gehabt, wie ich heute bin. Es erfüllt mich auch ein bisschen mit Wehmut, wenn ich daran denke, dass mit diesem Jahr meine Laufbahn als Schüler an dieser Schule endet.
Kann die Schülervertretung überhaupt etwas verändern? Wie kann sie Einfluss nehmen?
Meiner Meinung nach kann die Schülervertretung sehr wohl etwas erreichen, wenn sie motiviert und engagiert bei der Sache ist. Die SV muss sich interessieren und sich vor allem in Gesprächen bzw. Diskussionen einbringen, dann ist es nicht unmöglich, auch bei Beschlüssen oder Forderungen mitzubestimmen. Natürlich ist es klar, dass große Veränderung nicht alleine, d.h. ohne Unterstützung der Lehrer/innen oder Eltern erreichbar sind. Aber wenn wir den Schüler/innen zuhören und ihre Anliegen so vor den SGA oder in die Direktion bringen, dass sie umsetzbar werden, können wir als Schülervertreter/innen mit ein wenig Hartnäckigkeit und den richtigen Worten doch einiges erreichen.
Was wünschst du dir für die Schulgemeinschaft, was müsste sich verbessern?
Ich wünsche mir für die Schulgemeinschaft, dass offen und ehrlich miteinander geredet wird, dass Probleme angesprochen und diskutiert werden. In der Schulgemeinschaft sollen sich alle wohl fühlen und niemand sollte unter den Tisch fallen, weil er nicht angehört wird. Es ist aber auch wichtig, dass jeder Schüler/jede Schülerin, jeder Lehrer/jede Lehrerin oder jeder Elternteil seine Verantwortung für die gesamte Schulgemeinschaft erkennt, um somit das Schulklima für jede und jeden Einzelnen angenehm zu gestalten.




