Vorsicht bei Hennatätowierungen in Urlaubsländern

Schwarze Henna Tatoos sind sehr populär, weil sie im Regelfall nur temporär, also vergänglich sind. Dabei wird Henna aber oft mit bis zu 16% para-Phenyldiamin, kurz PPD versetzt, weil damit die Farbe der Tatoos intensiviert wird. Obwohl diese Anwendung in den Staaten der EU verboten ist, erfolgt eine weitverbreitete und illegale Verwendung, die nicht nur das Risiko der Tätowierung mit ihren akuten entzündlichen Folgen sondern auch in weiterer Folge die Möglichkeit einer Kontaktsensibilisierung und Allergie auf PPD in sich birgt. PPD ist ein vorwiegend in dunkelbrauner und schwarzer Haarfarbe vorkommender Inhaltsstoff, für diese Anwendung ist es auch gesetzlich zugelassen. Daher findet es jährlich bei Millionen von Personen beim Haarefärben Anwendung, was bei vorhergehender Kontaktsensibilisierung zu schweren allergischen Reaktionen wie z.B. akuten Ekzemen führen kann.

Dermatologen fordern daher:

  • Aufklärung der Bevölkerung z.B. an Schulen
  • Information der Reisebüros und Reiseveranstalter
  • Reiseberatung vor dem Urlaub
  • Infotafeln in Hotels in den Urlaubsländern außerhalb der EU
  • Verbot dieser Tatoos weltweit