Am Dienstag, dem 6. Mai, war die Bibliothek der Schule dicht besetzt. Um dreiviertel
Zwölf fanden sich die Schüler der 6A, der 6C und des Wahlpflichtfaches GWKn
in der Bibliothek im untersten Geschoss des Schulgebäudes ein. Kurz darauf kamen
die zwei Menschen, auf die man gewartet hatte: Daniella Spera und Wolfgang Wagner.
ZiB macht Schule
Das ist ein Projekt des ORF in Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsministerium.
Moderatoren und Programmverantwortliche der beliebtesten Informationssendung Österreichs verlassen
das Studio, um den Jugendlichen ihren Arbeitsablauf zu schildert und Fragen
zu beantworten.
Damit beabsichtigt man Interesse an der Politik zu wecken oder zu vergrößern,
vor allem in Bezug auf „Wählen mit 16“.
Der Ablauf
Zuerst berichtete Wolfgang Wagner, der Sendungsverantwortliche für die
ZiB 2, wie er zum ORF gekommen ist und was seine Aufgaben sind, damit die Sendung
ihren gewohnt professionellen Charakter bekommt.
Daniella Spera präsentierte sich souverän und hatte auch einige Anekdoten
zur Auflockerung bereit. Eine davon hatte einen eher traurigen Hintergrund - als sie nämlich erzählte, wie sie von dem misshandelten Baby Luca
berichten musste, mit einem Foto, das sie eigentlich nicht hätte ausstrahlen
wollen, dass das Baby mit seinen Verletzungen zeigte.
Auch das Thema 9/11 sorgte bei uns Schülern für großes Interesse.
Denn einige von uns hatten die bemerkenswerte Berichterstattung, die ZiB bei
dem Attentat geliefert hatte, selbst mitverfolgt.
Anders als sonst
Die ZiB muss neutral bleiben und so berichten, dass sich jeder Zuseher seine eigene Meinung bilden kann. Das betonte auch Frau Spera mehrere Male. Deswegen war es auch erstaunlich zu sehen, dass die beiden Mitarbeiter des ORF eigentlich gar nicht so neutral sind, wie es scheit. Natürlich hat jeder eine eigene Meinung und die nicht zeigen zu dürfen, auch wenn einem ein Thema beschäftigt und aufregt, stelle ich mir als schweres Unterfangen vor. Mir würde es nicht leicht fallen gegenüber manchen Politikern (ohne Namen zu nennen) Haltung zu bewahren. Es war interessant, auch einmal die Meinung von Frau Spera und Herrn Wagner zu hören.
Judith Pallitsch