SAS

Skrupellos And Sexy?

Was steckt hinter einer der weltbesten Spezialeinsatzkraft der Geschichte und wer verbirgt sich hinter den Gasmasken, die auch noch dem brutalsten Terroristen das Fürchten lehren?


Die harten Kerle, die von sich behaupten können, Mitglied der Special Air Service (SAS) zu sein, tragen oft körperliche als auch seelische Narben mit sich und das auch noch Jahre, nachdem sie bereits den Dienst quittiert haben. Überhaupt verlassen viele Soldaten frühzeitig das Einsatzteam, aber nicht wegen Verletzung von moralischen Grundrechten, mit denen dieses Spezialkommando vorgeht, sondern hauptsächlich wegen der enormen körperlichen Anforderungen. Denn im Gegensatz zu z.B. österreichischen Spezialkräften, wie der Cobra oder dem Jagdkommando, besteht der Alltag des SAS nicht aus Stiefelputzen und Kartoffelschälen (verzeihen Sie diese Überspitztheit) in der Heimat, sondern, aus beinharten Einsätzen in Krisen- und Kriegsgebieten auf der ganzen Welt. So z.B. im Irak. Während nämlich Einheiten aus österreichischen Landen ausschließlich für Friedensmissionen mobilisiert werden, sind Soldaten des SAS vorwiegend im Kriegs- oder Sabotageeinsatz. Verluste gibt es dabei fast nur auf der gegnerischen Seite. Professionalität wird groß geschrieben beim SAS, das zeigt auch die Tatsache, dass sogar bei der Auswahl der Mitglieder sehr stark auf Selektion gesetzt wird. So gibt es innerhalb dieser Einheit, bestehend aus den ohnehin schon bestausgebildeten Kräften der Welt, noch eine weitere Unterteilung in verschieden Regimenter. Nur das 22. Regiment ist ständig einsatzbereit, um in die gefährlichsten Gegenden der Welt aufzubrechen. Helden von heute sozusagen. Aber es gibt auch dunkle Flecken auf der sonst so weißen Weste des SAS. Die Brutalität seiner Mitglieder und die Tatsache, dass sie nichts unversucht lassen, um ihre Aufträge zu erfüllen, haben schnell das Bild einer unmenschlichen Killertruppe entstehen lassen. In Wahrheit handelt es sich lediglich um eine präzise arbeitende Militäreinheit, der es vermutlich sogar lieber ist, wenn niemand so genau weiß, was sich hinter den furchteinflößenden Masken wirklich verbirgt.

 

Klemens Kummer & Tobias Scheidl