SKANDAL! - Flecken auf der weißen Weste
Wenn Reporter Fußball spielen
Nicht nur die tapferen Schreiberlinge der Schülerzeitung alias Schreibwerkstatt frönen, sobald die Tage länger werden und die Vögel auf den Bäumen zu singen beginnen, dem runden Leder. Auch scheinbar renommierte und angesehene Sportzeitungen sind dem Gekicke nicht abgeneigt und lassen so keine Gelegenheit aus, News und Storys zu verbreiten. Manche Blätter wie die Gazzetta dello Sport beschränken sich jedoch auf die Veröffentlichung von Fakten und Tatsachen. Andere, wie die britische SUN-online richten eigen verlinkte Teile ihrer Seite ein, die sich mit Gerüchten und Spekulationen beschäftigen, so genanntem Gossip. So ist für jeden Leser sofort die mögliche Falschinformation als solche zu erkennen! Die Macht der Medien ist jedoch bekannt und wird deshalb logischerweise genutzt, aber auch missbraucht. Normalerweise ist es eher üblich, dass Politiker Medien missbrauchen, aber in Spanien hat der Fußballclub Real Madrid das ganze noch gesteigert und benutzt eine der wichtigsten nationalen und internationalen Sportzeitungen, die MARCA, als Sprachrohr. Das ist ja noch lange kein Verbrechen, denn jeder renommierte Sportclub auf unserem Planeten braucht befreundete Medien für Publicity, aber Real übertreibt es dabei ganz gewaltig!
Der Fall Ronaldo
Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro, besser bekannt als Cristiano Ronaldo polarisiert. Der extravagante portugiesische Frauenliebling und derzeit wohl beste Fußballer der Welt dürfte jedem ein Begriff sein. Dass der 23 jährige, der in den letzten Wochen mit Manchester United so ziemlich alles gewonnen hat, was es auf europäischer Klubebene zu gewinnen gibt, eine heiße Aktie am Transfermarkt ist, sollte auch noch jedem Fußballfan klar sein. Aber dass Real Madrid den frischgebackenen Torschützenkönig der Premier und Champions League mit den übelsten Mitteln in die Hauptstadt Spaniens locken will, ist vielleicht nur mehr echten Insider bekannt, bei der Tatsache, dass die MARCA dabei eine Hauptrolle spielt, steigen die meisten dann endgültig aus. Denn die, mit Verlaub gesagt, unseriöse „Klubzeitung“ schreckt nicht einmal davor zurück, Falschinformationen und offensichtliche Gerüchte als bare Münze zu verkaufen und somit offensichtlich zu provozieren. Noch dazu kommt, dass die „saubere“ spanische Zeitung mit diesen hartnäckigen Behauptungen nur Tage vor dem Finale der UEFA Champions League aufgetreten ist und somit ein schlechtes Klima in Ronaldos Team brachte. Real gilt ohnehin als Fußballclub ohne jegliche Moral, da die Geschäftsführung über Leichen gehen würde und ging, um ihre Wunschspieler zu verpflichten. Das Angebot für Cristiano bewegt sich zurzeit zwischen 90 und 125! Millionen Euro (absoluter Transferrekord), eine Summe, die für Real nur bei entsprechender Verschuldung finanzierbar ist! Selbst nach anfänglichem Bitten und mittlerweile auch vernichtenden Worten Richtung Real, von Ronaldos Trainer Sir Alex Ferguson, lassen Real und somit auch die MARCA nicht locker. Ob Cristiano Ronaldo dem Ruf der Aasgeier aus Madrid folgen wird und somit das Geld dem Erfolg vorzieht, bleibt abzuwarten.
 Als „Journalist“ sollte ich eigentlich unparteiisch bleiben, angesichts dieser Umstände fällt mir das jedoch sehr schwer! Ich hoffe, „mein Idol“ entscheidet sich richtig und bleibt bei den Roten Teufeln aus Manchester! Denn der wahre Teufel sitzt auf dem Präsidentensessel in einem Madrider Bürogebäude und überlegt sich, wessen Karriere er als nächstes vernichten könnte, indem er ihn zu den „so überhaupt nicht Königlichen“ holt! Señor Calderon, die Westen deines „Weißen Balletts“ sind schon jetzt genug beschmutzt!
Tobias Scheidl und Klemens Kummer