Mats Söderlund
"Champagne, glamour, sex, and respect". – Sein Motto
Bitte? Wer soll das sein? Sie kennen ihn nicht? Aber wenn wir Ihnen seinen Künstlernamen gleich verraten werden, wird es Ihnen wie Schuppen von den Augen bzw. Ohren fallen: Die Rede ist von keinem geringeren als GÜNTHER! Jetzt klingelt’s aber, oder? Nein, immer noch nicht? Verzeihen Sie mir, aber das kann ich Ihnen nicht glauben. Es ist unmöglich, sich den eindringenden Beats und tiefgründigen Strophen zu entziehen, da einem der durchdringenden Sound sofort ins Ohr geht und sich dort für Monate einnistet.
Also, fangen wir von vorne an.
Als im Jahr 1969 in Schweden ein kleines menschliches Wesen zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte, ahnte natürlich noch niemand, welche weitreichenden Auswirkungen dieser Künstler auf unsere heutige Musikwelt haben wird. Nämlich fast keine. Seine feinen Beats werden vielerorts nicht gespielt und daher ist sein Name auch noch vielen Unbekannt. Taucht man jedoch tiefer in die moderne Techno-/Pop-Musikwelt Schwedens ein, so stößt man auf diesen Namen immer öfter. Einen seiner Freunde und Genreverwandten kennt man jedoch, wenn man auch nur kleines Interesse für moderne Musikbewegungen hat. Basshunter, ebenfalls ein junger aufstrebender Künstler aus dem hohen Norden, bekannt durch Hits wie Boten Anna, When You Are Gone oder DotA, inspiriert sich an seinem Landsmann.
Ob Günther jemals die Nachfolge von ABBA und Rednex antreten wird, ist fraglich. Denn um an den Erfolg seiner Landsleute anzuschließen, erfordert es nicht nur die Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung, sondern auch die der Sender. Aber wenn er es schlussendlich geschafft hat, wird nur noch schwer sein, ihn vom Thron der Charts zu stoßen.
Klemens Kummer, Tobias Scheidl