Max Schradin Superstar
Arnold Reichl, David Tritremmel und Paul Hahnenkamp
,, Es ist pervers, was hier passiert“ Dieses mittlerweile legendäre Zitat
wird unweigerlich mit Max Schradin assoziiert.
Falls Ihnen Max Schradin nicht bekannt ist –was wir für schier
unmöglich halten-, erklären wir, wer er genau ist und wie er berühmt wurde.
„Ich habe einfach mein Leben zum Beruf gemacht.“ Klare Worte,
und ebenso zielstrebig hat der am 12. April 1978 in Frankfurt am Main geborene
Max den Weg zu seinem Traumberuf dann auch zurückgelegt.
Auch wenn es in seiner Familie, Ärzte allesamt, anfangs durchaus
Vorbehalte gegen seine beruflichen Pläne gab. Doch Max sagt: „Ich war immer
davon überzeugt, dass ich es richtig mache.“ Und er setzte sich durch.
Der blonde Hesse absolvierte 1999 gerade seinen Zivildienst in
einem Altersheim, als er sich beim Fernsehsender ProSieben erfolgreich um
ein zweimonatiges Praktikum in der Redaktion von Nachmittags-Talkerin Arabella
Kiesbauer bewarb.
„Dort habe ich Blut geleckt“, sagt Max, der als Wohnort ein beschauliches
Dorf in der Nähe von Frankfurt a.M. einer aufgeregten Großstadt vorzieht.
Jedoch nicht die Arbeit als Redakteur war es, die ihm so gut
gefiel, Max begeisterte sich vielmehr für das Warm-Up vor der Show. „Ich
fand das cool. Ich konnte dort meine Spontaneität ausleben und meine Freude
am Umgang mit Menschen. Leider haben sie mich damals bei ProSieben nicht
übernommen.“
Das Aus für seine TV-Pläne bedeutete die Absage dennoch nicht.
Im Jahr 2000 bewarb sich Max für ein Schauspielstudium an der Internationalen
Michael-Tschechow-Schule in München, wo er Unterricht in Bühnenkampf, -bewegung,
Clownerie und Sprecherziehung bekam. „Ich wollte Schauspieler werden“, sagt
Max Schradin, der seine freie Zeit gerne dem Surfen, dem Fußballspielen und
seinen Freunden widmet.
Er hat sie abgebrochen, weniger aus freiem Willen sondern aus
Unfähigkeit. Vergebens sind die zweieinhalb Jahre künstlerischen Unterrichts
seiner Meinung nach dennoch gewesen: „Ich habe viele Dinge nicht gelernt,
die für die Moderation unnützlich sind. Vorne stehen, tough sein, das hilf
mir heute kaum.“
Ein Jahr später, im April 2003, schaffte der vielseitige Medienmensch
den Sprung vor die Kamera. sonnenklar TV, der Reiseverkaufssender aus Ludwigsburg,
suchte Moderatoren. Max bewarb sich und wurde unter hundert Mitbewerbern
gecastet. Die Arbeit bei sonnenklar TV erwies sich letztlich als ein einjähriges
Intermezzo – allerdings wurde der Sender für Max zum Sprungbrett zu 9Live,
Deutschlands 1.Quizsender. „Für mich war das der Wechsel zum FC Bayern“,
bemüht der Moderator einen Vergleich aus der Welt des Fußballs. Soll heißen:
„Ich fühle mich sehr, sehr wohl bei 9Live. Ich finde gut, dass man sehr sehr
geringe Vorgaben hat. Ich muss mich nicht verstellen. Man lebt einfach das
Leben vor der Kamera weiter.“
Wohin ihn seine berufliche Laufbahn eines Tages führen soll,
darüber mag sich der Harald-Schmidt-Begeisterte derzeit keine Gedanken machen:
„Ich besitze da keinen Ehrgeiz. Aber ich muss unbedingt eine Rampensau sein.
Wenn’s mir keinen Spaß macht, höre ich vielleicht sogar auf, wer weiß.“
So stimmt angesichts der vielen Seiten des Max Schradin am Ende
wohl, was der sympathische Moderator über sich selbst sagt: „Ich bin offen
für alles. Und ich bin ein Typ, der sich schwer abstempeln lässt. “
Falls ihr euch noch ein bisschen mehr informieren wollt, hier ein paar
Links:
http://www.youtube.com/watch?v=B8Dfg1bQ8Fk
http://www.youtube.com/watch?v=pNNqIorEB28
http://www.youtube.com/watch?v=SE3Eks7htrU
Auch wenn Max Schradin nicht so bekannt ist, seine spontanen Scherze sind
immer für einen Lacher gut.
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