Evil Genius
Egal ob James Bond oder Austin Powers, am Ende können die Agenten ihrer
Majestät immer den Plan des Bösewichts verhindern und die Welt vor der Eroberung
bewahren.
Die Entwickler von Elixir Studios konnten dem nicht länger zusehen
und haben deshalb vor etwas über 3 Jahren das Spiel „Evil Genius“ auf den
Markt gebracht.
Ein Spiel, das wohl für lange Zeit die einzig richtige „Weltherrschaftssimulation“
bleiben wird.
Man beginnt Evil Genius durch die Wahl eines der drei namensgebenden Fiesen
Genies wie etwa dem kleinwüchsigen Österreicher Maximilian.
Dabei hat jeder der Charaktere einen speziellen Vorteil, Maximilian
erhöht etwa die Forschungsgeschwindigkeit und –bereitschaft.
Jedes der „Evil Genius“ wird von Anfang an von einem Handlanger
begleitet, einem Schergen mit speziellen Fähigkeiten und drei Leben, die
er nur verlieren kann, wenn er von einem Superagenten getötet wird.
Im Laufe des Spiels, mit steigendem „Popularitätsgrad“, gesellen
sich immer mehr Handlanger zu dem Spieler, die alle über unterschiedliche
Fähigkeiten verfügen und nur von Superagenten getötet werden können.
Sehr viel
Zeit verbringt man in „Evil Genius“ damit seine Basis auszubauen. Diese liegt
zu Spielbeginn auf einer verlassenen Insel in einem Berg. Schergen müssen
zuerst Räume und Gänge in den Berg „hineinsprengen“, damit diese dann in
Betrieb genommen werden können.
Dazu gehören etwa Kasernen, Speiseräume und Zimmer mit Unterhaltung
oder Kontrollräume, dank denen man seine Schergen auf weltweite
Beutezüge schicken kann und um spezielle Aktionen, die den Ruf erhöhen, starten
zu können.
Abgesehen von den eigenen Leuten gibt es auf den beiden Inseln
(man wechselt im späteren Spielverlauf) noch 2 Arten von Menschen:
Agenten der verschiedenen Regierungen wie P.A.M.P.A.S und Touristen.
Letztere kann man vom Entdecken der Basis abhalten, indem man
Hotelanlangen baut und Unterhaltung anbietet.
Die Agenten hingegen lassen sich dauerhaft durch so etwas nicht
ablenken.
Deshalb errichtet man in der Basis Überwachungssysteme und Fallen.
Letztere sind genau so abgefahren gestaltet wie eigentlich das
ganze Spiel.
Im schlimmsten Fall rücken die verschiedenen Regierungen sogar
mit kleinen Militärtrupps an.
In so einem Fall gilt es dann die höchste Alarmstufe zu drücken
und zu hoffen, genug Waffenschränke gebaut zu haben, deren schlagkräftiger
Inhalt auch von den Schergen benutzt werden kann.
Die unterteilen sich in 3 Obergruppen. Die Standard-Bauarbeiter
schickt man durch Training entweder in den Militär-, Sozial-
und Technikzweig.
Schwere Sturmgewehre können nur von Söldner benutzt werden, Scharfschützengewehre
nur von Scharfschützen und Karate-Kämpfer greifen sowieso nur
mit ihren Fäusten an.
Hier offenbar sicht jedoch ein Bedienungsmanko. Damit Gegner
angegriffen werden (außer im roten Alarm, wo auf alles geschossen
wird, was sich bewegt) muss man sie mit einem „Kill“-Tag versehen.
Nur die Handlanger können direkt gesteuert werden.
Die künstliche Intelligenz der eigenen Leute ist aber auch dann
nicht die beste, und wenn erst mal eine Welle von Soldaten anrückt,
bricht in der Basis Panik aus und die starken Handlanger wie der „Red Iwan“
werden durch den blinden Einsatz von Bazookas und Granaten für die eigene
Basis gefährlicher als unzählige Soldaten.
Ein wahres Gemetzel können aber auch Superagenten anrichten,
denn diese können auch nur dann endgültig getötet werden, wenn
man die Methode dafür herausfindet.
„Evil Genius“ vereint sämtliche Agentenklischees in sich und präsentiert
sie herrlich überspitzt.
Eine wahre Freude ist das Verhör von Touristen und Agenten, da
es dafür unzählige Methoden gibt, wie etwa den Betroffenen in einen Mixer
in der Küche zu stecken, oder in der Bibliothek zwischen Bücherregalen einquetschen
zu lassen.
Zudem ist das Spiel in den 60er angesiedelt, was durch die ganzen
Einrichtungsgegenständen und das Aussehen der Figuren nur allzu deutlich
wird.
Evil Genius bekam durchaus gute Wertungen. Der Durchschnitt von 51 verschiedenen
Tests ergab das Ergebnis von 77%.
Doch das rettete das Spiel nicht vor den schlechten Verkaufszahlen.
Elixir Studios ging pleite und bereits ein Jahr nach Release kostete Evil
Genius statt 45€ nur noch ein paar wenige Euro, wenn es denn überhaupt noch
erhältlich war.
http://www.gametrailers.com/player/1238.html Ein
Trailer
http://www.gametrailers.com/player/1236.html Noch
ein Trailer
http://www.gametrailers.com/player/1237.html Und
noch ein Trailer
|