Gut kombiniert- aber unglücklich verloren.Dominik Prieler und Paul Hahnenkamp Österreich-Deutschland 0:3 Österreich gegen Deutschland, das erste Ländermatch im neuen Jahr, ging
vor 48.500 Zuschauern im Happel-Stadion über die Bühne. Das ÖFB-Team spielte
über lange Phasen mit großem Elan und weitaus besser als erwartet, scheiterte
aber bei „hundertprozentigen“ Torchancen. Als die Spieler von den Kräften
verlassen wurden, war es um die Mannschaft geschehen. Das Spiel Die Stimmung im fast ausverkauften Ernst-Happel-Stadion, das auch Schauplatz des EM-Finales sein wird, war hervorragend. Vor dem Ankick ertönte der Radetzkymarsch, das Publikum spürte, dass das Team bereit war, alles zu geben, um nach so vielen Versuchen das deutsche Team endlich schlagen zu können. Auch der Teamchef hatte deshalb eine sehr offensive Aufstellung bekanntgegeben. Mit der 3-5-2-Aufstellung war das Team auf Offensive eingestellt. Die Österreicher warfen Aggressivität in die Waagschale, sie bewiesen Courage, so rissen sie die Fans auf ihre Seite. An einem scheiterte jedoch alles: an den Toren. Nach der 1. Halbzeit hätte Österreich mit 3:0 in Führung liegen können. Doch alle Chancen wurden vergeben, teils auch mit Pech. Einmal traf Harnik nach einer Traumflanke nur die Latte. Ein wenig später scheiterte Fuchs an Lehmann, dem er nur ans Bein schoss. Doch die meisten Chancen vergab Linz, der es zwar mehrmals bis vors Tor schaffte, aber dann scheiterte. Währenddessen konnte die DFB-Auswahl nur einmal durch Ballack gefährlich werden. Michael Ballack selbst war an diesem Abend der schwächste Spieler. Er verlor im Mittelfeld etliche Bälle an Österreich, sodass sogar der ORF-Kommentator sagte „…und schon wieder hat Ballack den Ball verloren“. Die rotweißrote Abwehr konnte die Deutschen Stürmer eindeutig in Schach halten, sodass diese keine ernsthaften Torchancen hatten. Nachdem die Österreicher in der ersten Hälfte mit ihrem großem Tempo die
Deutschen überrumpeln konnten, ebbte dieses nach der Pause ab. Das nutzten
die Deutschen aus und binnen zehn Minuten schoss die Löw-Mannschaft einen
2:0-Vorsprung heraus. Das erste Tor dabei war ein glücklicher Weitschuss
von Hitzelsberger, der nicht unhaltbar war und das zweite Tor schoss nach
einem abseitsverdächtigen Pass Klose. Das 3:0 durch Gomez war jedoch ein
Geschenk von Torhüter Manninger, der unverzeihlich patzte. Insgesamt wirkte die Mannschaft jedenfalls deutlich frischer als im vergangenen
Spätherbst. Unsicherheiten schienen wie weggeblasen, der Wille zum Sieg war
deutlich zu spüren.. Österreich spielte! Zumindest phasenweise. |