Nahostreise von Außenministerin Ursula Plassnik

Im Rahmen ihrer Nahostreise besuchte Ursula Plassnik den Libanon und zeigte sich zuversichtlich, dass der Staat bald einen Präsidenten haben wird. Außerdem erinnerte sie an die Friedenskonferenz von Annapolis.
Auch in Jerusalem, wo sie  Regierungschef Ehud Olmert und israelische Außenministerin Tzipi Livni traf, sagte sie, dass die Saat von Annapolis nicht vertrocknen solle.
Aber angesichts der aktuellen politischen Lage zwischen Israel und Pälästina scheint das Ziel, das sich Noch- Präsident Bush vorgenommen hat, sehr unwahrscheinlich. Der Großteil der israelischen Bevölkerung möchte zwar den Frieden, ist aber nicht dazu bereit, die Siedlungen, die sogar laut israelischen Recht illegal sind, abzubauen. Auch die Lage des Gazastreifens ist ungeklärt. Dort regiert die radikale Hamas und die dramatische Lage hat vor kurzem die ganze Welt erfahren, als die Bevölkerung des Gazastreifens ein Loch in den Zaun machte und nach Ägypten Nahrungsmittel einkaufen ging und um medizinische Behandlung ersuchte.
Erst vor kurzem gab es auch einen Anschlag in einem israelischen Einkaufszentrum, das wieder zum Misstrauen zwischen den Völkern beigetragen hat.
Dieser Konflikt hat schon so viele Lösungsversuche gesehen, dass keiner wirklich mehr an eine Lösung glaubt. Auch Annapolis wird wahrscheinlich wie viele andere Versuche in der Geschichte verschwinden.

Joseph Hage
Julian Schmall
Andreas Brandl