Das iPhone- „Ein Wunderding“

Alle sitzen am Tisch und bewundern das Ding, das in der Mitte liegt und dessen Display, das noch mit der Schutzfolie überzogen ist, edel glänzt. Stolz werden die verschiedenen Funktionen demonstriert, wobei darauf geachtet wird, dass ja keine „Tapscher“ auf dem, für ein Handy ziemlich großen Apparat, hinterlassen werden. Und ehrfürchtig hallt durch den Raum: „Ein Wunderding“
Die neueste Errungenschaft von Apple, das iPhone, hält jetzt auch in Österreich Einzug. Zwar müssen sich die meisten Leute noch etwas gedulden, bis sie das Schmuckstück in der deutschen Ausführung in den Händen halten können, das vom Netzanbieter T-Mobile angeboten werden wird, doch kann man schon jetzt das i-Phone über Internet bestellen.
Das Display ist groß und durch Touchscreen zu bedienen, der durch seine Feinheit einfach zu handhaben ist. Das Menü ist einfach strukturiert, hat aber beim Einspeichern von Nummern und Namen Makel. Doch von denen ist bei dieser Optik mehr als abzusehen. Auch die Funktionen sind mehr als vielfältig und wie man es von Apple gewohnt ist, hat man keine Mühen gescheut, diese zu perfektionieren.
Ein iPod, eine perfekt fotografierende Kamera und ein Internetzugang durch Safari. Das sind nur ein paar der vielfältigen Funktionen, die das iPhone hat. Dass es auch telefonieren kann, wird dabei zur Nebensache. Kann es aber, und alles andere, was ein normales Handy auch kann. Das iPhone scheint das perfekte Gerät zu sein.
Natürlich hat das iPhone auch einen stolzen Preis, was aber bei so großer Vielfältigkeit und entsprechend gefüllter Brieftasche zu verkraften ist. Es war ja noch nie billig, ein Apple Fan zu sein.

Das Ärzte Konzert- Es war eng.

Nach der neuen Platte „Jazz ist anders“ gingen die Ärzte nach vier Jahren Pause wieder auf Tour. Einen Stopp machten sich auch in Wien. Am 7. Dezember des vergangenen Jahres kam das Trio in die Stadthallen und präsentierte vor 15.000 Fans neue und alte Titel.
Zwei Wochen, nachdem der Vorverkauf begonnen hatte, waren alle 15.000 Karten vergriffen. Bei eBay wurden sie zu Hunderterpreisen versteigert. Um sieben Uhr war Einlass. Vor der Stadthalle drängten sich die Menschenmassen. Ganz Wien schien in Bewegung zu sein. Auf den Straßen ging nichts mehr. Mit einer halbstündlichen Verspätung kamen wir am Gelände an, was die Stimmung nicht trübte, da die Vorband keinen interessierte.
Die Menschenmassen standen dicht gedrängt um Punkt acht Uhr vor der Bühne. Und als mit ein paar Minuten Verspätung die Band hinter der Abdeckung zu spielen begann, tobte die Menge.
Eröffnet mit den ersten zwei Songs des neuen Albums, hatten die Ärzte die Stimmung schon zu Beginn angeheizt. Es folgte eine bunt gemischte Folge aus neuen und alten Songs, die von Sprechgesängen, Sitzlaolas und anderen Blödeleien unterbrochen wurden.
Die Ärzte ließen es sich nicht nehmen, die Fußball- EM und den hoffnungslosen Zustand unseres Nationalteams anzusprechen, worauf sie von uns einige Buhrufe ernteten.
Eines der Highlights dieses Konzerts war das Lied „Unrockbar“, bei dem sie das Publikum anwiesen, sich bis zum Refrain hinzusetzen. 15.000 Leute saßen auf dem Boden Stadthalle, was für mich die einzige Möglichkeit war, einmal wirklich einen Blick auf die Drei zu erhaschen. Als der Refrain des Liedes gespielt wurde, explodierte die Stimmung, da alle aufsprangen.
Ein weiterer Höhepunkt waren die zwei Sitzlaolas, deren Anblick man nur bewundern kann.
Nach ganzen viereinhalb Stunden endete das Konzert der Ärzte, die für ihre langen Konzerte bekannt sind. Auch die „Es wird eng“- Tour endete vor einigen Wochen.
Für alle, die keine Karten bekommen haben, gibt es eine zweite Tour, das „Jazzfäst“. Dabei machen die Ärzte wieder zweimal in Österreich Halt. Ein besonderes Highlight wird das Nova-Rock im Juni, bei dem die Ärzte sich ebenfalls die Ehre geben.

Judith Pallitsch