Wikipedia- die freie Enzyklopädie

Über 300000Autoren, 7000, die regelmäßig Beiträge schreiben und mehr als eine Million User pro Tag- nicht jede Website kann auf solch einen Andrang verweisen.
Wikipedia ist eine Website, bei der jeder Benutzer ohne Anmeldung Beiträge schreiben und bestehende Texte ändern kann. Natürlich kann man sich auch einfach nur Texte durchlesen und daraus seine Information für zum Beispiel Referate oder für sachliche Berichte beziehen. Alle Inhalte von der freien Enzyklopädie stehen unter freien Lizenzen, das heißt, dass jeder das Recht hat, die Inhalte unter bestimmten Bedingungen auch kommerziell zu nutzen, zu verändern und zu verbreiten.
Betrieben wird Wikipedia von der Wikimedia Foundation, einer Non-Profit-Organisation mit Sitz in Florida. In vielen Ländern gibt es assoziierte Vereine, die die Ziele der Foundation teilen. Es finanziert sich vollständig über Spenden von Privatpersonen und Unternehmen. Der Betrieb von Wikipedia kostet etwa 75.000 Dollar im Monat. Davon entfallen ca. 30.000 Dollar auf die Gehälter der zehn Angestellten, und der Rest für den Betrieb der ca. 350 Server.

Zur Geschichte

Die Webseite wurde 2001 als Projekt zur Erstellung einer Online-Enzyklopädie in mehreren Sprachversionen gegründet. Mittlerweile existiert Wikipedia in mehr als 250 Sprachen. Im September 2004 überschritt der Umfang des Gesamtprojekts die Grenze von einer Million Artikeln, mittlerweile sind es über 8 Millionen. Die deutschsprachige Wikipedia enthält derzeit mehr als 650.000 Artikel, die englische über 2 Millionen.

Die Erfinder Wikipedias stellten mit einer innovativen Idee etwas Unglaubliches auf die Beine, bewiesen kreatives Denken und haben nun das Monopol unter allen Online- Enzyklopädien.

Zensur

Doch natürlich ist Wikipedia kein unkritisiertes Internetlexikon.
In letzter Zeit häuften sich Berichte über Zensur der Internetseite. In China findet eine Zensur des Internets statt. Internetanbieter sind verpflichtet eine Software zu installieren, über die bestimmte Webseiten blockiert werden können. Auch Wikipedia wurde trotz ihrer selbst proklamierten Neutralität bereits mehrmals Ziel dieser Blockade.
2006 widersetzte sich Wikipedia der chinesischen Regierung, politische Einträge für eine chinesische Version zu blockieren; ganz im Gegensatz zu Google, Microsoft und Yahoo, die sich der chinesischen Zensur beugten. Die Entscheidung wurde damit begründet, dass Zensur der Philosophie von Wikipedia widerspreche.
Aber auch in der westlichen Politik geriet Wikipedia mehrmals in die Schlagzeilen. US-Kongress-Angestellte hatten von einem Rechner des Kongresses über 100 Änderungen an politischen Seiten Wikipedias vorgenommen. So änderten sie einen Eintrag über einen Senator, indem sie ihm teils kindische, teils bösartige Beschreibungen gaben.

Doch auch in anderen weltpolitischen Themen wurden manipuliert. So wurden Biographien von Politiker und der Artikel über den Einmarsch der US-Truppen in den Irak geändert.
Konkurrenz gibt es seit kurzem von Wikipedia-Mitbegründer Larry Sanger. Dieser will Wikipedia perfektionieren und ein neues Lexikon namens „Citizendium“ ins Internet stellen. Anders als beim bekannten Onlinelexikon soll Citizendium auch die intellektuellen Eliten einbinden: Wer sich aktiv an der Entstehung von frei verfügbarem Wissen beteiligen möchte, sei herzlich eingeladen. Für ausgewiesene Experten ist ein Sonderstatus vorgesehen: Als Redakteure sollen sie im inhaltlichen Streitfall eingreifen.

Wikia Search

Wikia Search ist das neue Projekt des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales. Was als Google Killer beschworen wurde, ist seit Anfang Januar als Vorabversion online.
Wikia Search enttäuscht die Fachleute. Das große Problem aller Suchmaschinen ist die Flut von Datenmüll in den Suchergebnissen. Auch WikiaSearch zeigt hier Schwächen. Dass der Quellcode offen ist und so jeder an Wikia Search mitarbeiten kann, könnte die Aussicht auf Erfolg jedoch vergrößern.
Wir haben den Test selbst gemacht, gängige Begriffe wie USA, Chuck Norris und eben auch wikia search in die Suchleiste eingetippt und kamen zu dem Ergebnis:
Google hat den Vorteil, dass man schon vorweg eingrenzen kann, zwischen Bildersuche, Blogsuche etc. Bei wikia search hingegen kann man das nicht.
Dafür wird aber bei der Auflistung der Internetlinks zu Suchbegriff, wie USA, sofort als erster Link eine seriöse Seite angeboten. Wikia search verweist dich auf die Seite des Goverments, google wiederum bietet dir einen Link zu Bildern, die man mit der USA verbindet. Einen Vorteil hat google dennoch.Es werden deutschsprachige seiten zuerst aufgelistet.
Die Zeit wird zeigen ob es sich ändern. Wir können es nur hoffen.

Paul Hahnenkamp, Dominik Prieler und Arnold Reichl