Präsidentschaftswahl im Libanon
Am 23. 11.07 konnte sich das libanesische Parlament wieder nicht auf einen
Präsidenten einigen und hat die Wahl wieder um eine Woche verschoben, wobei
die Chancen auf eine Einigung an diesem Tag auch nicht sehr hoch stehen.
Denn es ist eine 2/3 Mehrheit nötig und der Präsident muss ein
maronitischer Christ sein.
Das Parlament ist in zwei verfeindete Lager gespalten: Pro und
antisyrisch
Für Syrien ist vor allem die schiitische Hisbollah, die im Jahr
2006 israelischer Soldaten entführt hat und somit für Israel den Grund für
einen Krieg geliefert hat.
Die maronitischen Christen sind hingegen eher an der westlichen
Welt orientiert.
Aufgrund dieser Differenzen ist es im Moment sehr riskant, sich
als Politiker auf die Straße zu wagen. Beirut, die Hauptstadt, gleicht einer
Festung. Zivilisten trauen sich nicht hinter einem Politiker zu fahren, da
sie Angst davor haben, in einen eventuellen Anschlag hineingezogen zu werden.
Ein schwieriges Problem ist auch die veraltete Verfassung, in
der eine konfessionelle Parität verankert ist. Vielen Bürgern wäre es lieber,
wenn die Religion des Präsidenten egal wäre.
Joseph Hage - Ahmed
|