Alkohol ist schädlich
Der häufigste Grund für einen stationären Aufenthalt für Männer sind psychische
Störungen durch Alkohol.
Im Jahr 2006 wurden insgesamt 17 Millionen Patientinnen und Patienten
im Krankenhaus vollstationär behandelt. Von denen waren rund 54% weiblich
und 46% männlich. Der häufigste Grund war die Herzinsuffizienz mit etwa 317.000
Fällen. An zweiter Stelle liegt die Herzerkrankung Angina (301.000), gefolgt
von „psychische und Verhaltungsstörungen durch Alkohol“ (299.000), was besonders
bei Männern häufig auftrat. Patienten mit diesem Krankheitsbild verbrachten
etwa 80 Tage in den Einrichtungen, während der Aufenthalt wegen Herzkrankheiten
nur 21 Tage dauerte. Das Durchschnittsalter lag bei 52 Jahren.
Bei der Jugend hingegen ist Alkohol völlig „out“. Ausnahmen bilden
nur die sogenannten Risikotrinker, bei welchen die Anzahl immer höher steigt
– in jeder Altersgruppe. Nachdem in der vorigen Woche ein 16-jähriger Junge
an einer Alkoholvergiftung starb, fordern Politiker: Alkoholausschank an
Minderjährige verbieten! Andere halten die Regelungen ein. Jedoch gibt es
einen klaren Trend, wobei eine Generation junger Säufer heranwächst. Dennoch
– seit 30 Jahren sind die Jugendlichen nicht so vernünftig mit Alkohol umgegangen
wie heute. Einen kurzfristigen Anstieg gab es nur für den Konsum von Mixgetränken.
Zu verdanken ist der vor allem den Alkopops, einer Mischung aus Limonade
und Hochprozentigem. Aber auch das Interesse an solchen Modedrinks hat massiv
abgenommen, seit sie im Juli 2004 hoch besteuert und der Verkauf an unter
18-Jährige verboten wurde. Auch die Zahl der jugendlichen Vieltrinker blieb
gleich. Um festzustellen, ob die Jugend auf wirklich „braver“ wurde, fragt
die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärungen (BZgA) nach dem sogenannten
„Binge drinking“ – so nennen es die Experten, wenn man fünf oder mehr Gläser
Alkohol in rascher Folge hinunterstürzt. Die Anzahl solcher 12 – 25-Jähriger
betrug im Jahr 2004 rund 23%. Im Jahr 2005 sank diese Zahl auf etwa 19%.
Alkoholvergiftung
Vorsicht: Bei extremem Alkoholkonsum kann man schnell im Spital landen!
An die Einlieferung können sich da die Betroffenen meistens kaum erinnern.
Bei zwei Promille wird das Betäubungsstadium erreicht. Störungen des Gedächtnisses
und Orientierungslosigkeit sind nur zwei der Symptome, die in diesem Stadium
auftreten können. Nun wird man bewusstlos oder manchmal wird einem auch so
übel, dass man erbrechen muss. Wenn man es noch schafft nach solchen Situationen
weiter zu trinken, wird es gefährlich. Denn nun kann es zu einer schweren
Alkoholvergiftung kommen, die auch tödlich enden kann. Also dann – pass lieber
auf und trink dich nicht weg!!
Victoria Dlugopolski
|