Rauchen

Zu den Pflanzen, die Columbus von seiner Amerikareise 1492 mit nach Europa brachte, gehörte auch die Tabakpflanze. Die dort lebenden Ureinwohner, die "Indianer", rauchten getrocknete Pflanzenblätter zum Genuss und aus rituellen Gründen ("Friedenspfeife").

Nikotin ist ein farbloses, öliges, flüssiges Alkaloid, das den chemisch aktiven Hauptbestandteil des Tabaks bildet. Nikotin gilt heute als Suchtdroge. Tabakraucher nehmen mit dem eingeatmeten Rauch kleine Mengen davon auf.

Das bekannteste Ding, das Nikotin enthält, ist natürlich die Zigarette. 90-95% des Nikotins gehen in den Rauch über, das 8% des gesamten Rauches ausmacht.

Die Gewohnheit wurde Mitte des 16.Jahrhunderts in England eingeführt. Anfang des 20.Jh. war der Zigarettenkonsum auf über 1000 Stück pro Kopf jährlich gestiegen. Man nahm allgemein an, Rauchen baue Spannungen ab und habe keine Nebenwirkungen. Erst ab 1930 erkannte man, dass die chemischen Stoffe im Zigarettenrauch krebserregend sind und auch andere Krankheiten verursachen können. 1964 wurden angemessene Maßnahmen gegen das Rauchen gesetzt (Warnungen auf Packerln, Verbot der Werbung in TV und Radio). 1997 gestand ein amerikanischer Tabakkonzern öffentlich ein, dass Rauchen abhängig macht und krebserregend ist.

Körperliche Effekte

Zunahme der Herz- und Atemfrequenz - Anstieg des Blutdrucks durch  
Gefäßverengung
- Abkühlung der Haut durch Durchblutungsstörungen
Abnahme der Atemtiefe durch gestörten Sauerstofftransport-
Freisetzung von Adrenalin (stoffwechselsteigernd und fettabbauend)
- Steigerung der allgemeinen Stoffwechseltätigkeit

Elisabeth Kohl