Day of Defeat: Source

Der Counter-Strike-Killer?

Im Leben wird einem nichts geschenkt. Teilweise richtig, aber in unserem Fall hat sich diese Behauptung als falsch erwiesen. Vor zwei Monaten auf den Markt gekommen und heute immer noch unter den sich am best verkaufenden Computerspielen, darf der Ego-Shooter „Counterstrike: Source“ in keiner Spielesammlung fehlen. Der scheinbar unangefochtene König unter den Multiplayer-Spielen überschattet den wahren Schatz, den man beim Kauf dieses Spiels mitgeliefert bekommt. Was man auf den ersten Blick leicht übersehen könnte, ist das wahre Highlight in dieser Spielebox. Neben „Halflife 2 Lost Coast“ bzw. „Deathmatch“ und natürlich „CounterStrike: Source“ selbst, ist auch „Day of Defeat: Source“ enthalten.
Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen stupiden Weltkriegshooter, wie es so viele auf dem Markt gibt. Hinter diesem Spiel steckt das klassische „Deathmatchprinzip“  – Wiedergeburt kurz nach dem Tod - gemischt mit den bekannten Tugenden der anderen Spiele der „Valve“ Serie. Doch da kommt die Besonderheit dieses Spiels zur Geltung. Viele Fehler, die selbst ein Welthit wie CounterStrike Source „begeht“, sind hier behoben worden und dazu kommt die spannende Atmosphäre der Auseinandersetzung zwischen Amerikanern und Deutschen, die dem Spiel seine Spannung gibt. Sehr schön modellierte und detailgetreue Arenen, so genannte Maps, darunter viele Originalschauplätze wie die Normandie oder Salerno in Italien tragen zu einer Steigerung des Spielvergnügens ebenso bei, wie die realistischen Waffen und Ballistik. Volle Server sind Programm – glücklich schätzen sich jene, die noch einen freien „Slot“ (Platz) auf dem virtuellen Schlachtfeld ergattern. Wie oben bereits erwähnt stehen dem Spieler die zwei Fraktionen US-Armee und Wehrmacht, mit jeweils sechs Unterklassen, zur Auswahl. Teamfähigkeit ist gefordert, wenn man nicht allein an vorderster Front die gegnerischen Kugeln abfangen will. Während des Spiels kann man mit seinen Teamkollegen per Voicechat kommunizieren, was das Zusammenarbeiten ungemein fördert. Allerdings machen einige schwarze Schafe auf sich aufmerksam, indem sie mit rechtsradikalen Ausrufen und Äußerungen um sich werfen und so den Spielfluss stören. Zu ergänzen ist, dass auf jegliche, vom Gesetz verbotenen Zeichen und sonstige rechtsradikale Anspielungen im Spiel selbst von Valve verzichtet wurde. Das Gamelpay und der Spielspass haben aber höchste Priorität und so ist es angenehm, dass Valve eine Funktion in das Spiel integriert hat, die es einem erlaubt, andere Spieler stumm zu schalten.
„Day of Defeat: Source“ hat es nicht leicht „CounterStrike“ vom Multiplayer -Thron zu stoßen, hat dies aber für uns schon längst getan.

Tobias Scheidl, Klemens Kummer, 6a