Weil Krieg ist

„Weil Krieg ist“ handelt von einem jungen Burschen, der im Zeitalter des spanischen Bürgerkriegs aufwächst. Es wurde von Mercé Rodoreda in den 1980er Jahren geschrieben. Im Oktober 2007, zur Frankfurter Buchmesse, ist das Buch aus dem Katalanischen übersetzt erschienen. Mercé Rodoreda erlebte selbst den spanischen Bürgerkrieg, ja sie musste sogar, als die Republik  verlor, aus ihrem Land fliehen. Sie wurde 1908 in Spanien geboren und machte schon in den frühen 30er Jahren durch ihre Bücher auf sich aufmerksam. Nach dem Krieg beschloss sie, längere Zeit nicht zu schreiben, 20 Jahre lang brachte sie kein einziges Buch auf dem Markt. 1962 kam ihr Buch „Auf der Plaza del Diamant“, ein weltbekannter Titel. Mit ihrem letzten Werk „Weil Krieg ist“ schaffte sie es noch einmal auf die Bestsellerlisten.

Über das Buch

Der Junge Adrià lässt die Armut in seinem Heimatdorf hinter sich, um in den Krieg zu ziehen. Er ist um die 14 Jahre alt und abenteuerlustig. Adrià will beweisen, dass er auf eigenen Beinen stehen kann, dass er überleben kann. Aber bald merkt er, dass er einen Fehler gemacht hat und flieht wieder. Er schlägt sich durch das Leben und der Krieg, der noch immer tobt, begleitet ihn auf Schritt und Tritt. Er findet auf seiner „Reise“ durch Spanien Erdlöcher vor, in denen verweste Leichen liegen, er kommt an ausgestorbenen Dörfern vorbei, als sei er der einzige Mensch auf der Welt. Andererseits bewundert er die spanische Flora und Fauna, welche von der Autorin farbenfroh und authentisch  beschrieben wird. Die Geschichte liest sich aus der Ich-Perspektive.
Insgesamt ist es eine Geschichte des Erwachsenwerdens:
Adrià erlebt seine erste große Liebe, fühlt aber auch Hass und Neid, mordet aus Rache und kehrt am Schluss wieder zurück in sein Heimatdorf, außerdem begegnet er den verschiedensten Typen von Menschen und das alles zu Zeiten des Krieges.

Paul Hahnenkamp