Berlinale
Vielleicht erscheint es unüberlegt, die Berlinale und die Viennale, zwei
renommierte Filmfestivals Europas, zu vergleichen, aber versuchen kann man
es doch:
Die Berlinale- wie der Name schon verrät- findet jährlich im
Frühjahr in Berlin statt. Noch vor wenigen Jahren war die Berlinale noch
der hellste Stern unter den Filmfesten Europas, doch nun wandern die berühmtesten
Stars zu den Filmspielen in Cannes und Venedig. Trotzdem hat es die Berlinale
in den letzten Jahren geschafft, sich selbst mehr politisches Gewicht zu
verleihen. Nun kann man der Berlinale kaum nachsagen, dass für ihren diesjährigen
Wettbewerbsjahrgang nur wenige gute Weltverbesserungsversuche, Thesenfilme
und politische Statements zur Verfügung standen. Sehr wohl ein Problem ist
aber, dass sie ihr Niveau durch schlechte Filme schwächt.
Im Gegensatz dazu ist die Viennale weniger bekannt, ein Festival,
das erst aufkommt und erst vor ein paar Jahren gegründet wurde. Mit dem diesjährigen
Starbesuch von George Clooney –war 2001 auf der Berlinale- hat man es immerhin
geschafft, wieder einen bemerkenswerten Schauspieler aus Hollywood in die
Hauptstadt zu bringen. Die Viennale versucht das Flair Wiens einzufangen,
die ehemalige Kaiserstadt, heute Schmelzpunkt von christlichen, muslimischen
und osteuropäischen Bräuchen. Bei der Viennale werden deutlich weniger Filme
gezeigt als auf dem Filmfestival aus Berlin. Auch gibt es dort mehr Austellungsräume
und mehr Zuschauer.
Egal ob jetzt Viennale oder Berlinale, es sind zwei hochqualitative
Filmfestivals und beide wert sie zu besuchen.
Paul Hahnenkamp, Arnold Reichl
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