Microsoft kauft sich bei Facebook ein

Großkonzern Microsoft (bekannt aus „Vista – oder wie verarsche ich jeden ehrlichen wie auch unehrlichen Kunden“) hat nun Interesse für „Facebook“ gezeigt.
Für den Minimalanteil von 1,6 % musste Microsoft 240 Millionen Dollar bezahlen. Mit dieser gewaltigen Summe überbot Microsoft Google und verhinderte so einen Ankauf der 50-Millionen Mitglieder umfassenden Webseite.
Der Gesamtwert für Facebook wird von Microsoft auf 15 Milliarden Dollar geschätzt – vor etwa einem Jahr fiel noch die Summe von einer Milliarde Dollar.
Der abgeschlossene Vertrag läuft bis 2011.
Direkter Konkurrent von Facebook ist MySpace, der zwar mit mehr Usern aufwarten kann, dafür aber keine so hohe Wachstumssteigerung vorlegt wie Facebook mit 130%.
Fraglich ist die Sinnhaftigkeit von Microsofts Ankauf, da auf Facebook nur mit Werbebannern geworben wird, was zwar 40% des Onlinewerbemarktes ausmacht, die Summe von 240 Millionen aber nicht rechtfertigt.
Die Grund, warum Anteile der Firma zum Kauf angeboten wurden, ist unter anderem, dass man Geld braucht um das Projekt weiter zu finanzieren. So sollen 400 neue Mitarbeiter eingestellt und nichtenglischsprachige Facebook-Seiten erstellt werden.

Derzeit wird spekuliert, ob Microsoft der eigenen Analyse von 15 Milliarden nicht genug Vertrauen schenke und deshalb „nur“ 240 Millionen Dollar investierte.
Das Wall Street Journal geht von einem Jahresgewinn von 30 Millionen aus, bei einem Umsatz von 150 Millionen.
Ob der Erfolg von Facebook anhält, ist derzeit fraglich, da erst vor kurzem bekannt wurde, dass die Privatsphäre von Usern gestört wurde, weil Facebook-Angestellte jederzeit sehen können, wer wessen Profil ansieht.

Google hat außerdem bereits darauf reagiert, dass ihnen Facebook entgangen ist und hat sich mit MySpace zusammengeschlossen.
„OpenSocial“, so der Name des Projekts, soll 200 Millionen Nutzer erreichen.
Gegründet wurde „Open Social“ von den Online-Plattformen Xing, daneben LinkedIn, Viadeo, Hi5, Bebo, Friendster, Googles eigene Community-Plattform Orkut und einigen anderen.
Dieser Zusammenschluss bringt auch den Vorteil, dass Entwickler nicht für jede Plattform einzeln programmieren müssen, was bei Teams von 10-20 Entwicklern unmöglich ist.
„OpenSocial“ ist jedoch nicht nachtragend und wenn Facebook in das Projekt einsteigen möchte, so soll dem nichts im Wege stehen.
Somit scheint Google mehr als nur einfach so über den Verlust von Facebook hinweggekommen zu sein, sondern hat dem Konkurrenten samt Microsoft noch eines ausgewischt.

Peter Leeb