Präsidentenwahlen in Amerika

2008 wird in Amerika ein neuer Präsident gewählt. Die Umfragen sind jedes Mal verschieden und vor allem knapp. Zwischen den Spitzenkandidaten herrscht ein Kopf an Kopf Rennen. Jeder versucht mit seinem Wahlkampf Stimmen zu gewinnen.

Ist Hillary Clinton wählbar?

Die Spitzenkandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, ist genauso beliebt bei den Demokraten wie unbeliebt bei den Republikanern. Deren Spitzenkandidat ist Rudy Giuliani, der zwar auch ziemlich kontrovers diskutiert wird, hat aber doch deutliche Vorteile im Gegensatz zu seiner wahrscheinlichen Gegnerin.
Die Frage, die sich bei dieser Wahl stellt, ist nämlich, ob Amerika überhaupt bereit für eine First Lady als 44.US-Präsident ist. Immerhin ist man von den Amerikanern so viel Toleranz nicht gewohnt.
Hillary Clinton, die Frau des weitaus beliebteren Ex-Präsidenten Bill Clinton, bemüht sich auch, die eher konservativen Wähler auf ihre Seite zu ziehen, wird aber trotz ihres starken Auftretens immer einen Nachteil haben. Es ist abzuwarten, ob die Partei der Demokraten glaubt, dass eine Frau wirklich „wählbar“ ist.

Nicht nur ein Schlag in Hillary Clintons Gesicht

In den letzten Wochen hat sich der Wahlkampf noch um einiges zugespitzt. Die verbalen Angriffe der Republikaner werden immer heftiger. Es gibt Leute, die um jeden Preis die Kandidatur von Hillary Clinton verhindern wollen. Ihre Gegner äußern sich offen in den Medien über ihre Missachtung gegen die Frau des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton. So bezeichnete ein Republikaner Hillary Clinton als Schlampe. Ebenso stellen viele Wähler ihre Missgunst gegenüber der Sentatorin mit beleidigenden Buttons bzw. T­-Shirts offen zur Schau.
Das ist nur die Spitze eines Eisbergs von Beleidigungen, die nicht nur direkt an Hillary, sondern auch an ihren Mann Bill Clinton selbst gerichtet sind. Mit den Sätzen „Niemand will wieder durch die Hölle gehen“ und „Die Clintons sind unbarmherzig.“, wird bei der Debatte in Florida auch die Präsidentschaft von Bill Clinton anvisiert.

Keine gesicherte Kandidatur für die Senatorin

Nächstes Jahr werden wir sehen, ob sich die Demokraten bei der Wahl durchsetzen und ob Hillary Clinton zur ersten Präsidentin der USA gewählt wird. Möglich wäre es auf jeden Fall, wenn man die Umfragen betrachtet.
Doch bei so vielen Äußerungen gegen die ehemalige First Lady muss man sich fragen, ob die Demokraten eine Kandidatur von Hillary Clinton zulassen. Denn je mehr Gegner sie hat, desto mehr muss die Partei befürchten zu verlieren.
Hillary Clinton setzt unterdessen bei ihrem Wahlkampf auf Ehrlichkeit. Sie versucht ihre Persönlichkeit zu offenbaren und so auch bei den ihr sonst „feindlich“ gesinnten Wählern Stimmen zu gewinnen.

Das einzige, was uns zu hoffen bleibt, ist, dass der nächste Präsident bzw. die nächste Präsidentin der Vereinigten Staaten anders wie George W. Bush ist. Denn ein weiterer „Präsident des Krieges“, wie Bush sich selbst bezeichnete, würde für den Frieden zwischen den Staaten nichts beisteuern, und auch ein „3.Weltkrieg“ hat in den Vorstellungen unserer Zukunft nichts verloren.

Judith Pallitsch