Rechts radikale Partei im EU-Parlament aufgelöst

Zehn Monate nach ihrer Gründung ist die rechtsextreme Partei im Europaparlament aufgelöst worden, dieser Partei gehörte auch der Österreicher Andreas Mölzer an. Grund dafür war, dass zu wenige Mitglieder vorhanden waren, denn eine Partei benötigt mindestens 20 Mitglieder um bestehen zu können. Auf Grund des Austritts der fünf Rumänen aus der Partei, wurde die Partei aufgelöst.
Die Auflösung der Fraktion "Identität/Tradition/Souveränität" (ITS), wurde von den übrigen Abgeordneten mit tosendem Applaus begrüßt. Dabei ereignete sich ein
Zwischenfall zwischen dem parteifreien Abgeordneten Hans-Peter Martin und Jean-Marie Le Pen. Le Pen gehört der rechtsextremen französischen Partei Front National an, die bisher der ITS-Fraktion angehörte. Le Pen habe  Hans-Peter Martin angeblich mit einer eindeutigen Handbewegung "Fuck you" gedeutet als er applaudierte.
Hans-Peter Martin teilte dies dem Vorsitzenden mit und dieser ordnete sofort eine Überprüfung des Zwischenfalls an und überlegte sich Konsequenzen falls es die Wahrheit sein sollte.
Die aufgelöste Fraktion "Identität, Tradition und Souveränität" zählte 23 Mitglieder aus Frankreich, Belgien, Bulgarien, Großbritannien, Italien, Rumänien und Österreich.

Grund für den Austritt der Rumänen:
Die Abgeordneten der Großrumänien-Partei protestierten mit ihren Austritt gegen Äußerungen ihrer italienischen Fraktionskollegin Alessandra Mussolini. Diese habe nach dem gewaltsamen Tod einer Italienerin, für den ein Roma aus Rumänien verantwortlich gemacht wird, das rumänische Volk beleidigt und eine fremdenfeindliche Haltung eingenommen, heißt es in einem Schreiben der rumänischen Abgeordneten an die Parlamentsverwaltung. Mussolini, die Enkelin des ehemaligen Diktators, hatte in einem Interview gesagt, die Rumänen hätten "aus der Kriminalität einen Lebensstil gemacht".

Julian Schmall