Heftige Kritiken am österreichischen Umgang mit der Zuwanderung

Heftige Kritik üben die Zeitungen am österreichischen Umgang mit der Zuwanderung. Österreich habe nicht entsprechend auf diese Entwicklung reagiert, es nicht  richtig wahrgenommen, meint Gustav Lebhart, einer der Autoren eines Berichts. „Ich denke, dass das Bevölkerungswachstum und die demografische Entwicklung als solche stetig vorangehen und dass es länger  der Wahrnehmung gewisser Prozesse bedarf. Was ursprünglich als Gastarbeitersystem begonnen hat, ist schließlich zu einer permanenten Zuwanderung geworden.“ Das hat aber der Großteil der österreichischen Bevölkerung nicht wirklich wahrgenommen.
Es gibt aber noch eine weitere Gruppe, die man als Zuwanderer bezeichnen könnte. Nämlich Flüchtlinge, die schon jahrelang bei uns leben und schon voll integriert sind.
Man brauchte in den letzten Tagen nur die Zeitung aufzuschlagen und fand 2 Beispiele dafür.

1.Arigona Zogaj

Der Fall eines Mädchens, deren Familie in den Kosovo abgeschoben werden sollte und die mit einer Videobotschaft um ihr Bleiberecht kämpfte.
Pfarrer Josef Riedl kümmerte sich bis jetzt um die 15- jährige , da ihre Mutter mit einem Nervenzusammenbruch im Spital lag , jetzt aber schon wieder auf den Beinen ist. Doch ein Ende des Wartens ist noch nicht in Sicht.

2.Zafete Zeqaj

Die aus Angst vor einer Abschiebung seit 7 Wochen untergetauchte kosovarische Familie Zeqaj aus Wieselburg in NÖ hat ihr Versteck aufgegeben und sich am Mittwoch einer Pressekonferenz in Wien gestellt.Unmittelbar danach wurde Safete , die 39-jährigeMutter, von der Fremdenpolizei festgenommen. Am Donnerstag ist nun Frau Zeqaj aus dem polizeianhqaltezentrum in der Rossauer Kaserne in Wien entlassen worden. Sie konnte einen neuen Antrag stellen und und kam somit auf freien Fuß.

Die Politiker müssen endlich einsehen, dass es auch eine andere Art der Zuwanderung gibt, die nicht nur anhand des Gesetzes beurteilt werden kann.

Ricarda Roth