Rom

Roma aeterna nos vocavit et nos venimus.

Frühantike Tempel, deren Säulengänge von  wertvollen Mosaiken geziert sind, erstrahlen wieder in ihrem weißen Antlitz, bronzene Reiterstatuen mächtiger Kaiser demonstrieren die Macht Roms damaliger Zeit. Pompöse Kirchen mit den aufwendigsten Fassaden, die man sich nur in den schönsten Träumen vorstellen kann, versetzen an jeder Ecke Touristen ins Staunen. Fein gearbeitete Brunnen, auf deren Haupt marmorne Darstellungen von Heiligen glänzen und das klare Wasser darbieten, bilden die Mitte riesiger Plätze und verzaubern Abertausende von Menschen.
Rom - seit über 2500 Jahren Mittelpunkt weltlicher und europäischer Geschichte.
Die Vorfreude war groß, als die 6A an einem herbstlichen Samstag Eisenstadt verließ und in die Ferne aufbrach. Auch meine eigenen Erwartungen waren hoch, doch ich wurde nicht enttäuscht. Nun gut, am ersten Tag noch etwas müde, aber in der restlichen Woche doch voller Elan, marschierten wir jeden Tag zu ,,unserer´´ U-Bahn-Station und fuhren von dort zum geplanten Zielort. Wir ,,pilgerten´´ zu den ältesten Kirchen Roms, darunter Santa Maria Maggiore und San Giovanni in Laterano, wo wir auch neben der heiligen Treppe die Cappella Santa Sanctorum sahen, die eine der schönsten Ikonen- Ikonen sind meistens Abbildungen Christi oder von Heiligen- des Christentums beherbergt. Ebenso waren wir den alten Römern auf der Spur. Das Forum Romanum sowie Pompeji begeisterten. Ich selbst war verwundert von den „Zebrastreifen“ an jeder Kreuzung in Pompeji, die man sich wie riesige, aus der Straße herausragende Steinblöcke vorstellen muss. Vom Vesuv - der Vulkan, der Pompeji schließlich zum Verhängnis wurde - hatten wir eine wunderbare Aussicht über die „Mafiastadt“ Neapel wie auch über ihre nicht weniger interessanten meterhohen Müllberge. Weitere Highlights unserer Reise waren natürlich das Kolosseum, das Wahrzeichen Roms, der Vatikan und der damit verbundene Petersdom sowie die Piazza Navona, das Pantheon und weitere wertvolle Kunstgebäude und Kirchen. Ich selbst fühlte mich besonders vom Fontana di Trevi - zu Deutsch Trevibrunnen - angetan, da dieser ein gewisses Flair besaß, ja eine besondere Atmosphäre bei Nacht ausstrahlte. Darum versenkte ich gleich drei Münzen in den Brunnen, damit mein Wiederkommen gewiss ist. Denn der Legende nach heißt es, dass einem durch das Hineinwerfen von Geld eine weitere Reise nach Rom gesichert ist.

Wir reisten durch die Zeitgeschichte, aber nicht nur die Geschichte Roms ist spannend, nein, man merkt auch, dass in dieser Stadt immer etwas los ist, von rasenden Autofahrern und fanatischen Lazio- und Roma- Fans bis hin zu Verkäufern von gefälschten Prada- Taschen. Ich bin richtig froh, dass wir zu einer eher ruhigen Zeit Rom besuchten, in Anbetracht der letzten Ereignisse.
Eine gelungene Reise - und falls ihr - liebe Leser - vielleicht selbst einmal nach Rom kommt, vergesst nicht, eine Münze in den Trevibrunnen hineinzuwerfen!

von Paul Hahnenkamp