Der Tag der offenen Tür - Eine „Schlacht“ um die Schüler.
Wie jedes Jahr fand heuer auch wieder der Tag der offenen Tür statt. Am
Freitag, den 23. November machten sich die Lehrer große Mühe, um für die
zukünftigen Schüler die Schule attraktiv zu machen. Das Haus war wie auch
letztes Jahr voll, wobei es nach der Aussage unseres Direktor Dr. Feymann
dieses Jahr weniger Besucher als letztes Jahr gäbe, da die Kinderzahlen zurückgegangen
sind.
Dennoch war das ganze Haus in Bewegung. Die meisten Schüler waren
eingeteilt, um beim Tag der offenen Tür mitzuhelfen. So auch wir, die Journalisten,
um die Stimmung des Tages einzufangen und festzuhalten. Was uns an diesem
Tag besonders auffiel, war die Konkurrenz zwischen den Sprachen. Während
Russisch wie gehabt nach Schülern dürstet und Latein sich still uns leise
um Schüler bemüht, lieferten sich Französisch und Spanisch einen regelrechten
Wertungsbewerb. Denn vor allem die „Franzosen“, insbesondere die von uns
interviewte Frau Professor Rojaz-Pichler, sind überhaupt nicht mit dem „Ansturm“
auf die Spanier, sprich das Fach Spanisch, zufrieden. Frau Professor Rojaz-Pichler
ist der Meinung, dass viele Kinder nicht in Französisch gingen, weil sie
von ihren Eltern ein falsches Bild vermittelt bekommen hätten, da diese auf
eine veraltete Art und Weise unterrichtet worden seien. Französisch habe
in der westlichen Welt mehr Bedeutung als Spanisch, das ja vor allem eine
Mode sei.
Die Spanier sahen im Gegensatz dazu ihren Auftritt beim Tag der
offenen Tür etwas gelassener. Schräg gegenüber vom Raum der Franzosen hatten
sie sich auf dem Gang mit Plakaten und Broschüren niedergelassen.
Während die „Franzosen“ versuchten mit Spielen wie Memory und
Twister auf Französisch zu punkten, hatten die „Spanier“ ihre ganz eigene
Strategie. Sie verteilten Muffins an ihre Besucher, was bei allen sehr gut
ankam.
Warum vor allem Französisch so sehr um ihre Schüler kämpfen muss,
ist mir ein Rätsel. Immerhin ist Französisch die am zweithäufigsten gelernte
Sprache und bei der hohen Schülerzahl, die unsere Schule im Moment hat, wird
wohl für jede etwas dabei sein.
So sieht das auch unser Herr Direktor Dr.Feymann, der entschlossen
ist, alle Schüler, die an unsere Schule wollen, aufzunehmen. Als wir auf
das Problem des Platzmangels und der Wanderklassen zu sprechen kommen, erzählt
er uns voller Stolz über die geplante Erweiterung unserer Schule, die 2009
vonstatten gehen soll. Außer den zwölf bis vierzehn neuen Klassenräumen soll
es im Zubau auch noch eine Doppelturnhalle geben. Außerdem wird das Haus
genau strukturiert. Einen Bereich für Musik mit einem Raum für Instrumentalproben
soll es ebenso geben wie einen für Bildnerische Erziehung und Nawi.
Der Direktor will auf hohe Qualität im Gymnasiumzweig achten
und auch Latein wieder attraktiver für die Schüler machen.
Der Tag der offenen Tür endete für die meisten um 16:00 Uhr und
nicht nur die Volksschüler waren erschöpft, auch wir hatten die Nase vom
Herumgehen in der Schule voll. Nach ein paar Interviews, zwei musikalische
Darbietungen, einem Film über die Wienwoche der 7c (der übrigens ungewöhnlich
und vor allem sehenswert ist) und einer Massage im Gymnastiksaal hatte auch
ich genug.
Judith Pallitsch
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