Trautes Heim, Glück allein

Von Paul Hahnenkamp, Julian Schmal und Josef Hage-Achmed                              

Enthusiastisch schlendern die Schüler der 6a an ihrem ersten Schultag zur Lehranstalt. In freudiger Erwartung, die Klassenkameraden wieder zu sehen, eilen die engagierten Gymnasiasten in ihre neue Klasse. Verängstigt müssen sie lesen, dass sie für dieses Schuljahr in dem ,,Pavillon´´ untergebracht werden.

Es gab schon längere Zeit Gerüchte über das Aufstellen von Containern, denn durch die „Bildungsreform“ der Bundesregierung dürfen die ersten Klassen nicht mehr als 25 Schüler zählen. Die Container bieten genug Platz, sind mit den neuesten Technologien ausgestattet, neue Tische und Sessel, eine futuristische Tafel und DVD sowie CD Player. Einziger Wermutstropfen: „rasende“ Lehrer, die sich feurig um einen Parkplatz neben dem Container streiten.
Die Container erregen auch viel Aufmerksamkeit in den anderen Klassen, Fotos wurden schon am ersten Tag geschossen. Wegen der Lage kann man sich kaum beschweren: Obwohl der Container sich logischerweise im Untergeschoss befindet, ist man gleich in der Nähe des Sportplatzes.
,, Wir gehen jede Pause raus Fußball spielen, egal wie kurz sie ist. Es ist der ideale Zeitvertreib. Auch die Heizung, die im restlichen Haus so desolat ist, funktioniert gut. Außerdem haben wir rund doppelt soviel Platz wie früher. Der Container ist allemal besser als eine Wanderklasse! ´´, meint der ambitionierte Schüler Dominik Prieler zu dem neuen Klassenzimmer.
Selbst die Lehrer staunen über die neue Einrichtung und freuen sich schon, in so einem schönen Klassenraum zu unterrichten.

Aber auch der Container wird eine Sache nie ändern können: Schule bleibt Arbeit und dann kommt erst das Vergnügen!